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Wird nur teilweise genutzt: Das Obergeschoss des Kindergartens St. Christophorus ist wegen eines Asbest-Funds gesperrt.

Schadstoffe gefunden

Obergeschoss gesperrt: Asbest und Legionellen im Kindergarten in Percha

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Weil Asbest im Fußboden entdeckt wurde, ist das Obergeschoss des katholischen Kindergartens in Percha gesperrt. Wegen einer Bakterienbelastung gibt es Trinkwasser nur aus Flaschen. Auf eine Sanierung des Gebäudes drängen Eltern seit Jahren.

Percha – Turnen und basteln müssen die Kinder der Tagesstätte St. Christophorus in Percha derzeit woanders als normalerweise. Denn die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten dürfen sie nicht betreten. Das gesamte Obergeschoss des katholischen Kindergartens ist aktuell gesperrt. Bei einer Prüfung Ende vergangenen Jahres war Asbest-Kleber an Fliesen entdeckt worden. Sollte jemand den Fußboden betreten und ihn damit in Bewegung bringen, können Fasern freigesetzt werden. Wer sie einatmet, läuft Gefahr, Lungenerkrankungen zu erleiden. Das Krebsrisiko steigt.

Doch Gefahr für Kinder und Personal bestehe nicht, betont Christoph Kappes, Pressesprecher des Erzbischöflichen Ordinariats in München. „Wir haben alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen.“ Der Fußboden im Flur des Obergeschosses soll in absehbarer Zeit saniert werden. Der Betrieb der Einrichtung an der Berger Straße, die zum Kita-Verbund Schäftlarn-Aufkirchen gehört und die derzeit 50 Kinder besuchen, läuft normal weiter.

Der marode Boden war im Kindergarten laut Kappes im vergangenen Sommer aufgefallen. Damals schöpften Kindergartenleitung und Kirchenverwaltung seinen Angaben nach keinen Schadstoff-Verdacht und legten provisorisch einen Teppich über die Fliesen, die sich gelöst hatten.

Kindergarten geht auf Nummer sicher

Neben dem gesperrten Stockwerk gibt es für den Nachwuchs aus Percha eine weitere Einschränkung. Im Leitungswasser wurden bei einer Untersuchung Bakterien, genau gesagt Legionellen, entdeckt. „Eine geringe Konzentration“, sagt Barbara Beck, Sprecherin im Landratsamt. Auf Nummer sicher geht die Kindergartenleitung trotzdem: So gibt es Wasser zum Trinken und für den Tee nur aus Flaschen. Außerdem lassen die Kita-Mitarbeiter die Wasserhähne jeden Morgen zehn Minuten lang heiß und bei geöffnetem Fenster laufen, um die Leitungen zu spülen und die Bakterien abzutöten. So schildert es Ordinariatssprecher Kappes.

Ein Mitglied aus dem Elternbeirat betont gegenüber dem Starnberger Merkur, dass man zufrieden mit der Kindergartenleitung sei und zusammen mit der Kirche das Beste für erreichen wolle. Aber sie macht auch klar: „Wir wünschen uns seit Jahren eine Sanierung des Hauses.“ Das betreffe unter anderem die Elektrik, die Wasserversorgung und teilweise ungesicherte Spielgeräte im Garten. Das Messen der Trinkwasserqualität und das Einschalten des Gesundheitsamts wegen des Asbest-Vorkommens sei erst auf Drängen der Eltern erfolgt.

Eltern wünschen sich Hortgruppe 

Zu konkreten Sanierungsplänen gibt das Ordinariat keine Auskunft. Über die Details zu den Baumaßnahmen im Obergeschoss sollen die Eltern demnächst informiert werden. Dort befindet sich auch noch eine leer stehende Wohnung. Die Eltern würden sich an dieser Stelle die Einrichtung einer Hortgruppe wünschen – also Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung für Schüler. Zu einer solchen Gruppe habe es auch schon eine Anfrage der Stadt Starnberg gegeben, sagt Kappes. Das Elternbeiratsmitglied betont: „An Platz fehlt es in dem Gebäude am wenigsten.“ Der Kita-Verbund wollte sich nicht äußern und verwies an das Ordinariat.

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