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Letzte Hand legt Peter Schropp am Steg seines Bootsverleihs in Starnberg an.

Saisonstart

Endlich geht es wieder auf den See

Kein Aprilscherz: Ab heute können Boote wieder auf die Gewässer im Fünfseenland. Selbst Petrus hat ein Herz für Segler, Angler, Elektrobootfahrer und Stand-Up-Paddler: Zumindest für Samstag wurde herrliches Frühlingswetter angesagt.

Landkreis – Bei den Bootverleihern am Starnberger See wurde die letzten Wochen ordentlich geackert: Die Boote wurden gestrichen und lackiert, die weißen Polster zurechtgelegt und die Holzbretter an den schmalen Stegen noch mal festgeschraubt. Heute beginnt die Bootsaison und die Bootverleiher wollen natürlich bereit sein. Wir klären die wichtigsten Fragen:

Wie wird das Wetter zum Saisonstart?

Der Freitag war der vorerst heißeste Tag des Jahres. 22 Grad, kein Wölkchen in Sicht. Und am Samstag wird es fast genauso schön. Die Wetterfrösche versprechen strahlendblauen Himmel und 19 Grad. Traumwetter für den Start in die Bootssaison.

Sind die Verleiher gerüstet?

Peter Gastls (43) Bootsverleih in Berg wartet auf die ersten Kunden. Er bietet neben den Tret-, Ruder- und Elektrobooten auch SUPs für alle Stehpaddler und – ganz neu – E-Surfbretter an (wir berichteten). Diese schießen mit bis zu 30 Stundenkilometer übers Wasser, bis der Akku nach etwa 40 Minuten leer ist. In dieser Saison hat Gastl auch eine neuere Variante mit mehr Auftrieb im Angebot – für alle, die für die bisherigen zu schwer waren. Doch nicht nur Action kann man mit den Surfbrettern mit ihrem Elektroantrieb haben: Sie sind auch bestens dafür geeignet, dass Behinderte sie im Liegen benutzen können, berichtet Gastl.

Die Familie Goetzke vom gleichnamigen Yachthafen in Possenhofen kommt auch ohne E-Surfbretter aus. Stattdessen gibt es bei ihnen ein besonderes Angebot im Luxussegment: Ein Elektroboot für sechs Personen mit umklappbaren Sitzen und klappbarem Sonnenverdeck – den Heistracher Seestern 600. „Als wir gesagt haben, dass wir dieses Schmuckstück verleihen wollen, haben viele uns gesagt, dass wir wahnsinnig sind“, verrät Nicola Goetzke, die ihren Mann Thomas im Bootsverleih tatkräftig unterstützt. „Bisher sind aber alle Kunden sehr pfleglich damit umgegangen.“ Nicola Goetzke freut sich schon auf die Bootssaison – einen Wunsch äußerte die 43-Jährige beim Gespräch mit dem Starnberger Merkur aber doch noch: „Ich hoffe, dass es nicht wieder drei Monate lang regnet wie vergangenes Jahr.“ Auf gutes Wetter hofft auch Peter Schropp, der seine 15 Elektro- und Tretboote in seinen Bootshäuschen vor dem Bahnhof in Starnberg verstaut hat.

Hektik kommt bei dem 61-Jährigen aber keine auf. Bevor er seinen Bootsverleih für diese Saison eröffnet, möchte er noch Reparaturen am Steg fertigstellen. Mit Akkuschrauber und Klemme befestigt er noch ein paar Bretter. „Meist geht es erst nach den Osterferien so richtig los“, berichtet Schropp, der in seinem Bootsverleih von seinen beiden Söhnen und seiner Frau unterstützt wird.

Sorgen um ein Ausbleiben der Kunden macht er sich aber keine. Ganz im Gegenteil: Die Webseite des Verleihs musste er sogar abschalten, weil sich zu viele Leute darüber angemeldet hatten. Das Telefon klingelte ohne Unterlass, Schropp und seine Helfer kamen kaum zu etwas anderem.

Wann startet die Seenschiffahrt?

Die Saison der Bayerischen Seenschifffahrt beginnt in genau einer Woche. Ab Samstag, 8. April, drehen die Ausflugsdampfer wieder ihre Runden auf dem Starnberger und dem Ammersee. Wer mit der Zille zur Roseninsel übersetzen will, muss sich noch etwas gedulden. Saisonstart ist offiziell am 1. Mai.

Wann darf wieder geangelt werden?

Lange haben die Angler auf den heutigen 1. April gewartet. Nun werden wieder die Ruten ausgeworfen, in der Hoffnung, Renken oder Saiblinge fangen zu können. Wer vom Hechtfang träumt, muss sich wegen der Schutzzeit aber noch bis zum 16. April gedulden. Wer vom Boot aus angeln möchte, zahlt für die obligatorische Saison-Angelkarte bei der Fischereigenossenschaft Würmsee 155 Euro (ermäßigt 78 Euro). Vom Ufer aus kostet das Angeln übrigens nur 85 Euro (ermäßigt 42 Euro).

Von Carlos Pohle Vazquez

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