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Freiwillig aufräumen im See: Taucher des Polizeitauchsportvereins räumten am Steininger GRundstück in Starnberg auf.

Ramadama-Aktion endet heute

Aufräumen ist cooler als Dreck machen

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    Peter Schiebel
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Aufräumen lohnt sich immer – das ist die Bilanz der Ramadama-Aktion in Starnberg, die am heutigen Samstag endet. Und wenn es ganz gut läuft, nehmen sich manche ein gutes Beispiel, auf dass es beim nächsten Mal weniger Unrat wegzuräumen gibt.

Starnberg – Mehr als 30 Flaschen und diversen anderen Müll – es ist eine stolze, gleichwohl aber auch traurige Bilanz, die Stefan Koschke am Freitagnachmittag amSteininger Grundstück dem Starnberger Merkur präsentierte. Der 55-Jährige, Mitglied im Polizeitauchsportverein (PTSV) Starnberg, hat zusammen mit seinem Sohn Manuel (13) beim Starnberger Ramadama mitgemacht. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, die Stadt sauberer und sicherer zu machen“, erzählt Koschke. Und sie wollen Jugendliche an Gedanken wie Umweltschutz und Gemeinschaftsgefühl heranführen. „Wir wollen ihnen zeigen, dass es cooler ist, Flaschen aus dem See herauszuholen anstatt sie hineinzuschmeißen.“

So wie er und der zweite Vorsitzende des PTSV, Elof Frank, denken auch andere Starnberger. Bis Donnerstagnachmittag hatten sich 24 Einzelpersonen, fünf Kindergärten, zwei Schulen, sieben Vereine und zwölf Rathausmitarbeiter offiziell im Starnberger Rathaus gemeldet, um an der Ramadama-Woche teilzunehmen, die Bürgermeisterin Eva John ausgerufen hatte.

Mit dabei war auch die City-Initiative – der allerdings das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung machte. Treffpunkt für die Einzelhändler zum Aufräumen war für den frühen Donnerstagabend am Kirchplatz. Genau um diese Zeit ging ein heftiges Gewitter über Starnberg hinweg. Die starken Regengüsse haben offenbar weitere City-Initiative-Mitglieder abgehalten. „Es war nur der harte Kern“, berichtet Vorsitzender Gerald Funk. „Der Vorstand Uli Beigel, Viktoria Lettl und ich.“ Der Einsatz zwischen Bahnhofsplatz und Ludwigstraße habe sich gelohnt: Sie hätten jede Menge Leergut und Papier eingesammelt. Und eine Windel: „Die haben wir aus dem Busch gezogen.“ Der City-Initiative ging es darum, ein Zeichen zu setzen. „Wenn wir ein paar sensibilisieren, dass sie nicht alles in die Büsche werfen, sondern in die Mülleimer, ist schon viel gewonnen“, sagt Funk. „Davon gibt es ja genügend.“

Bürgermeisterin Eva John dankte am Freitag allen Teilnehmern – auch im Namen der ganzen Stadtverwaltung: „Wir sind begeistert von dem Einsatz der zahlreichen Helfer, die sich trotz des durchwachsenen Wetters für ein sauberes Starnberg einsetzen“, sagte sie.

Die Bilanz der Teilnehmer bis Donnerstagnachmittag: 20 Säcke voller Müll, Verpackungen, Flaschen, Scherben, Zigarettenkippen. Auch am Schlossberg kam einiges zusammen, wie das Foto von Helferin Sabine Schlederer zeigt.

Heute letzte Chance zum Mitmachen

Noch bis an diesem Samstag, 6. Mai, ist jeder aufgerufen, sich an der Ramadama-Aktion zu beteiligen. Von 13 bis 13.20 Uhr können sich Interessierte am Feuerwehrgerätehaus an der Ferdinand-Maria-Straße Sammelutensilien abholen. Um 15 Uhr steigt an gleicher Stelle ein Abschlussfest für alle Helfer – inklusive Tombola. Mit dabei sind heute auch noch einmal die Taucher vom PTSV. Sie wollen da weitermachen, wo Stefan und Manuel Koschke am Freitag aufgehört haben. Mit acht bis zehn Mitgliedern und dem vereinseigenen Boot ist Vizechef Frank am und im See unterwegs. Für ein sauberes Starnberg.

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