Neues Erdbeben in Mexiko

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Verkehr

Lückenschluss zur Westumfahrung

Im kommenden Jahr will der Freistaat Bayern die Waldkreuzung weiter ausbauen und die heutige Kreisstraße STA3 zur Staatsstraße aufwerten. Beides soll mit der Starnberger Westumfahrung fertiggestellt werden.

Hadorf/Starnberg– Die Planungen für den weiteren Ausbau der Waldkreuzung zwischen Starnberg und Gilching sowie für den Ausbau der Straße von der Waldkreuzung nach Hadorf sind fertig. Dem Mobilitätsausschuss des Kreistages wurden sie gestern Nachmittag vorgestellt – mitzureden hat der Kreis nicht viel, obwohl eine heutige Kreisstraße betroffen ist. Der Freistaat nämlich übernimmt sie nächstes Jahr als Staatsstraße und als Lückenschluss zwischen der Westumfahrung und der heutigen Staatsstraße nach Gilching. Vorteil: Der Kreis muss auch nichts bezahlen. Das Staatliche Bauamt Weilheim hat mehrere Projekte zeitgleich erledigt. Es sind:

Der Bypass

Der Kreisverkehr an der früheren Waldkreuzung ist nur der erste Teil gewesen. Er sollte seit jeher einen so genannten Bypass bekommen, also eine durchgehende Spur am Kreisel vorbei. Die Planung dieses Bypasses war wohl noch einer der einfacheren Teile des Projekts, wie Christian Probst vom Staatlichen Bauamt durchblicken ließ. Der Bypass soll mit einem „recht großzügigen Radius“ von 140 Metern die Fahrspur aus Richtung Gilching direkt auf die Strecke Richtung Hadorf und zur Westumfahrung ableiten. Am Kreisel Maxhof hat der Bypass einen Radius von etwa 80 Metern – man kann also flott an der Waldkreuzung vorbeifahren. Dadurch können Autofahrer von der A 96 ohne Stopp bis an den Maxhof durchfahren. Wer aus Richtung Norden nach Starnberg will, muss sich einordnen und nach links abbiegen. Wer aus Richtung Süden nach Gilching will, muss hingegen über den Kreisel. Der Bypass wird nah am Rondell gebaut, wie es der Kreistag schon vor Jahren gefordert hatte, um die Rodung großer Waldflächen zu verhindern.

Probst zufolge sollen alle Teile ohne zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren realisiert werden – angesichts der Fertigstellung der Westumfahrung im nächsten Jahr würde ein solches Genehmigungsverfahren den Zeitplan zu Fall bringen. Voraussetzung ist jedoch, dass alle Betroffenen zustimmen. So sieht es auch Landrat Karl Roth: „Es geht eben nicht ohne Kompromisse.“ Das erklärt einiges in den anderen Teilbereichen des millionenschweren Gesamtvorhabens, dass der Freistaat bezahlt.

Mamhofen

Die heutige STA3 wird auf ganzer Länge ausgebaut und auf den Standard einer Staatsstraße gebracht. Im Bereich des Gutes Mamhofen wird sich nach Norden verschoben – weg vom Gut. Das war stets eine Forderung der Eigentümerin gewesen. Zudem wird entlang der dann neuen Straße ein Lärmschutzwall aufgeschüttet, der einem weiteren Zweck dient: Er ist eine Fledermausüberflughilfe. Kaum zu glauben, aber solche Hilfen sind bei Straßenbauten inzwischen Pflicht. Es können Bäume sein, was die Straßenbauer nicht so gerne haben, oder Netze wie an der Umgehung Weßling. Straßenbauer lieben Wälle, weil sie dann Erdreich nicht aufwendig wegfahren lassen müssen, sondern vor Ort verwenden können. Wall und Wünsche der Eigentümerin haben Folgen.

Radwege

Die Radwegeverbindungen an der Waldkreuzung waren schon immer ein planerischer Albtraum. In den ersten Skizzen waren ein kompliziertes System am Kreisel selbst, neue Radwege entlang der neuen Straße und eine Unterführung nahe Mamhofen vorgesehen. Das ist alles komplett vom Tisch – vor allem, weil die Gutseigentümerin dafür keine Flächen bereitstellte und eine Unter- oder Überführung am Gut ablehnte. Auch einen Begleitweg an der Straße wollte sie nicht. Das wiederum hatte positive Effekte zur Folge, denn die Planer sahen sich in der weiteren Umgebung um. Ergebnis: Der Kreisradwanderweg zwischen Hanfeld und Unering, der derzeit über Mamhofen verläuft, wird verlegt. Die neue Strecke wird in einen ordentlichen Zustand versetzt und über eine der neuen Überführungen an der Westumfahrung über diese geführt. Die Fahrstrecke Hanfeld-Unering verlängert sich so um 200 Meter. In Nord-Süd-Richtung soll der Radweg durch vorhandene Unterführungen und auf vorhandene, aber zu asphaltierenden Wegen geführt werden. Einige davon könnten auch Reiter nutzen, doch haben Pferdefreunde gegen die Planungen bereits Protest eingelegt. Kein Radfahrer wird auch nur in die Nähe von Mamhofen kommen.

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