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Der Knoten heute: Die Kreuzung Münchner/Gautinger/Uhdestraße erlaubt Abbiegen in jeder Richtung. Nach dem Ausbau geht das nicht mehr.

B2-Tunnel-Zulaufstrecke

Eine Insel mit fünf Bäumen

Der Ausbau der Münchner Straße zur Zulaufstrecke Nord des B 2-Tunnels ist eine der größten Straßenbaumaßnahmen in der Stadt seit Jahren. Im August geht es los. Wir stellen Ihnen die Abschnitte vor. Heute: die künftige Kreuzung Münchner/Gautinger und Uhdestraße.

Starnberg– Die dritte große Baustelle an der so genannten Zulaufstrecke zum Starnberger B 2-Tunnel, der Münchner Straße, wird im kommenden Jahr der Knoten Münchner/Gautinger und Uhdestraße sein – jene Kreuzung, die sich durch den Umbau am meisten verändert. Autofahrer werden sich massiv umgewöhnen müssen. Eine Übersicht über die Planungen:Bauablauf: Im Juli und August 2019 soll nach dem aktuellen Zeitplan zunächst der nördliche Rand der Münchner Straße zwischen Moos- und Gautinger Straße ausgebaut werden. Wie während aller Bauabschnitte, bleiben für den Verkehr je zwei Spuren in jeder Richtung, die in diesem Bereich allerdings schmaler sind: 2,75 und 2,20 Meter – wenig im Vergleich zum heutigen Zustand. Der Grund liegt in den gravierenden Umbauten. Besser wird die Situation von Oktober bis Dezember 2019, wenn die Südseite gemacht wird – dann sind die Spuren wieder zumeist drei Meter breit.

Der künftige Knoten: Die Kreuzung wird im Vergleich zum heutigen Zustand kaum wiederzuerkennen sein. Denn: Auf Höhe der Gautinger Straße beginnt bereits die Zufahrt zum Tunnelportal an der Leutstettener Kreuzung. Deswegen ändert sich viel: Auf der Münchner Straße wird eine rund 40 Meter lange Verkehrsinsel zwischen die beiden Richtungsspuren gesetzt, die auch mit Bäumen bepflanzt werden soll. Durch die Insel wird Linksabbiegen generell unmöglich. Aus der Gautinger Straße werden Autofahrer nur nach rechts Richtung Stadt abbiegen können, nicht mehr nach links Richtung München – für diese Verkehrsverbindung muss dann die Petersbrunner Straße herhalten. Aus der Gautinger auf die Münchner Straße können Autofahrer dann über einen Beschleunigungsstreifen einfädeln. Abbiegen nach rechts von der Münchner auf die Gautinger Straße bleibt möglich, dafür gibt es auch eine Abbiegerspur. In die Einmündung der Gautinger Straße wird eine Verkehrsinsel gesetzt, die ebenfalls gewisse Fahrtrichtungen unterbindet und als Querungshilfe dient; Letzteres in Verbindung mit der großen Insel auf der Münchner Straße. Änderungen gibt es nach dieser Logik auch für die Uhdestraße: Aus ihr ist nur Abbiegen nach rechts Richtung München möglich, nicht mehr nach links – das verhindert die große Insel. Von der Münchner auf die Uhdestraße abzubiegen, bleibt möglich. Von der Uhde- auf die Gautinger Straße hingegen führt kein Weg. Wer von Norden kommend zur Uhdestraße will, muss über Petersbrunner und Perchastraße fahren und umgekehrt.

Hauptgrund für die Abbiege-Verbote ist, einen Rückstau in den Tunnel zu verhindern. Ampeln wird es an diesem Knoten nur noch für Fußgänger geben. Die derzeit geplanten Gehwege auf beiden Seiten der Straße sind 2,20 bis 2,76 Meter breit. Radwege sind nicht ausgewiesen, außer an der Querung, die Radfahrer ebenfalls nutzen dürfen. Der Grünplan sieht vor, dass die lange Insel durch fünf größere Bäume deutlich erkennbar gemacht wird. Sicherheitsbedenken deswegen gibt es nicht.

Und wie geht’s weiter?Westlich dieses Kontenpunkts endet die Planung für die Zulaufstrecke kurz vor der Einmündung des Seilerweges. Laut Plan wird es dort je zwei Spuren in jeder Richtung geben plus Gehwege auf beiden Seiten. Was danach Richtung Stadt kommt, muss noch im Detail geplant werden. Dort beginnt aber die Aufweitung auf bis zu sieben Spuren kurz vor der Leutstettener Kreuzung (zwei in den Tunnel bzw. heraus, je zwei der Münchner Straße in beiden Richtungen plus Abbiegerspur auf die innere Leutstettener Straße). Die Eisenbahnbrücke muss deswegen verbreitert werden; der Neubau ist für die Zeit um das Jahr 2023 geplant.

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