+
Die Starnberger Seepromenade - im Bild ein Blick vom Dampfersteg zum Seespitz - bleibt vorerst fast unverändert. Sitzstufen zu planen, wurde vorerst vertagt.

Seepromenade

Sitzstufen am See ohne Mehrheit

Starnberg – Es wird vorerst keine Planung mit Kostenschätzung für die Sitzstufen gegenüber der Unterführung geben.

Die Seepromenade bleibt beinahe, wie sie ist. Mit einer knappen Mehrheit lehnte der Projektausschuss Bahnhof See ab, bereits jetzt Planungen inklusive Kostenschätzung für Sitzstufen gegenüber der Unterführung am Bahnhof in Auftrag zu geben. Damit wurden Anträge des BMS und der FDP schon zum zweiten Mal zurückgestellt, bis entschieden ist, wie es mit den Plänen für die große Seeanbindung weiter gehen soll. 

Stadtbaumeister Stephan Weinl betonte, man sei sich ja einig, dass an der Promenade dringend etwas verbessert werden müsse. Aber durch Maßnahmen in der Vergangenheit habe man gelernt, dass Eingriffe in den Untergrund, wie es für den Bau von Sitzstufen nötig sei, meist teure Überraschungen an den Tag brächten, zum Beispiel Altlasten. 

"Verschönerung ja, aber keine Baumaßnahmen"

So etwas lohne sich nur im Rahmen der Umsetzung eines Gesamtkonzeptes für die Seeanbindung. BMS-Chef Josef Pfister widersprach: „Wir wollen weiter kommen. Planungsvorschläge und eine Kostenschätzung hätte ich gern schon jetzt.“ Ihm schloss sich Iris Ziebart (FDP) an: „Bis die Planung der Seeanbindung umsetzbar ist, vergehen sicher noch Jahre. Jede Investition in das Stadtbild lohnt sich deshalb schon heute.“ 

Angelika Kammerl (WPS) hielt jedoch nichts von einer „Briefmarkenplanung“: „Die Promenade gehört von vorn bis hinten durchgeplant“, forderte sie, „Verschönerung ja, aber keine Baumaßnahmen.“ Auch Annette von Czettritz (Grüne) will lieber warten, bis die Projektanalyse für des Gesamtprojekt vorliegt, was im April der Fall sein soll. 

Werden die Gleise am Bahnhof See verlegt oder nicht?

Für Maximilian Ardelt (WPS) wäre wichtig, zuerst zu klären, ob die Gleise am Bahnhof See verlegt werden oder nicht. Pfister zeigte sich enttäuscht, dass wieder „tausend Jahre über eine große Gesamtplanung diskutiert werden soll, statt dass eine kleine Detailplanung jetzt auf den Weg gebracht wird“. 

Mehr Erfolg war den weiteren Punkten der BMS- und FDP-Anträge beschieden: So sollen die Vorschläge zur besseren Grüngestaltung geplant und die Kosten geschätzt werden, ebenso für Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellmöglichkeiten. Außerdem soll der Zaun zwischen Promenade und Bahn erneuert und begrünt werden – entweder von der Bahn oder von der Stadt.

Von Barbara Irlauber

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

JM-Film lockt an die Wahlurnen
Mit einer ganz besonderen Aktion will die JM in Tutzing die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl am Sonntag steigern. Sie drehte – gemeinsam mit zahlreichen Vereinen im Ort …
JM-Film lockt an die Wahlurnen
Feuer trifft Wasser
„FourARTwomen“ ist eine noch junge Künstlerinnen-Gruppe aus dem Würmtal. Die vier Frauen stellen von Freitag, 26. Januar, bis Donnerstag, 1. März, im Rathaus der …
Feuer trifft Wasser
Prosecco, Popkorn und Leinwandflimmern
Beschwingte Sektlaune beim ersten Neujahrs-Empfang der Asklepios-Klinik Gauting: Über den eigens ausgerollten roten Teppich schwebten 140 Mitarbeiter – vom leitenden …
Prosecco, Popkorn und Leinwandflimmern
Werben um Pflege-Nachwuchs
Das Klinikum Starnberg will dem Fachkräftemangel und den sinkenden Bewerberzahlen mit einer Werbeoffensive entgegentreten.
Werben um Pflege-Nachwuchs

Kommentare