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Freude über die Auszeichnung: Thomas Koch (v.l.), Thomas Müller, Benjamin Reich, Jasmin Schreiner, Martin Lindermayr, Dietrich Käsbauer, Michael Schneider, Claudia Mill, David Stoll, Sabrina Maier, Quirin Maier, Christian Anetsberger und Martin Eickelschulte (IHK). 

IHK ehrt die Besten

Außerordentliche Azubis

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Landkreis – 13 Lehrlinge aus dem Landkreis haben die Note „sehr gut“ – allerdings völlig unterschiedliche Wege und Ziele.

Es war Schicksal. Durch ihren Lebensgefährten bekam Sabrina Maier Interesse an einer Ausbildung zur Bürokauffrau. Nach zwei Jahren beim Porsche Zentrum 5 Seen Hörmann Sportwagen in Gilching sagt Maier: „Geplant war es nicht. Aber es passt gut.“

Wie zwölf andere Auszubildende aus dem Landkreis hat sie die Prüfung bei der IHK mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen – und wurde dafür gestern geehrt. Mit ihrer Prüfungsnote (1,4) hat Maier im Unternehmen viele Möglichkeiten, die Übernahme war keine Frage. „Ich will auch bleiben“, sagt die 22-Jährige, „in dem kleinen Betrieb kann man alles machen.“ So übernimmt die Gilchingerin bereits Teile des Marketings.

Perspektive nach der Ausbildung: Meister oder Studium

Mit einem Strahlen im Gesicht blickt Florian Bradler bei der Ehrung auf zwei der Auszubildenden. Bradler ist Ausbildungsleiter der technischen Berufe bei 3M Deutschland. „Ihre Auszeichnung macht auch mich stolz“, sagt er, „dafür macht man diesen Job.“ Das Lob nimmt Benjamin Reich, der heuer seine Ausbildung bei 3M als Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen hat (1,5), gerne entgegen. „Das ist kein schlechter Job und er wird gut bezahlt“, sagt Reich. In der Produktion überprüft der 22-Jährige die Produkte, unter anderem Zahntechnikprodukte. Reich wurde übernommen und plant: „Irgendwann mache ich meinen Meister und möchte Richtung Industrie gehen.“

Sein Arbeitskollege Michael Schneider wurde als Mechatroniker ebenfalls mit der Note 1,5 ausgezeichnet. Der Hechendorfer war eher für den technischen Teil zuständig. Als Schüler der Technik-FOS machte Schneider ein Praktikum im elektronischen und eines im technischen Bereich. „Genau die zwei Bereiche, aus denen der Beruf des Mechatronikers besteht.“ Danach war für den 22-Jährigen klar, dass er sich dem Bauen und Reparieren von Maschinen widmen möchte. Und es soll weitergehen: „Ich studiere Mechatronik an der FH München.“ Nebenher arbeitet Schneider als Werkstudent weiter bei 3M.

Landrat: 13 Azubis "stehen mit so gutem Abschluss alle Türen offen"

Ein Studium nach der Ausbildung hat auch Thomas Koch im Blick. Der 24-Jährige wurde beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zum Elektroniker für Geräte und Systeme ausgebildet. Dabei war der Münchner sogar für eine Forschungsflotte aus Oberpfaffenhofen mit zuständig. Elektrik, Einbau, Überwachung – Koch ist zufrieden mit seinem Arbeitsfeld: „So etwas Breitbandiges findet man so gut wie nirgends.“

Den 13 Azubis „stehen mit so einem guten Abschluss alle Türen offen“, betonte Landrat Karl Roth. IHK-Gremiumsvorsitzender Martin Eickelschulte sieht das als Verdienst der Betriebe selbst an, wie er dem Merkur sagt: „Starnberg ist eine sehr wirtschaftsstarke Region. Die Betriebe haben hier ein hohes Engagement für die Ausbildung, auch was Weiterbildung angeht.“  

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