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Die Jury-Mitglieder waren von der hohen bildhauerischen Qualität der Werke Nowaks beeindruckt und überzeugt. Mit Kettensäge und Beil schafft er es, ausdrucksstarke Skulpturen aus Holz zu fertigen.

Auszeichnung des Landkreises

Das sind die Kulturpreisträger

Die Kulturpreisträger 2017 des Landkreises Starnberg in der Kategorie Bildhauerei und Skulpturen stehen fest.

Landkreis – Den Kulturpreis erhält Jozek Nowak. Elena Carr aus Starnberg wird mit dem Kulturförderpreis ausgezeichnet und Rita Enzinger erhält für ihr langjähriges Engagement bei den Künstler für Senioren den Anerkennungspreis des Landkreises Starnberg. 

Die Verleihung der Preise findet im Herbst im Landratsamt statt. Am Dienstag trat die Jury zur Vergabe der Kulturpreise zusammen. Mit dabei auch Fachjuroren, die sich schon im Vorfeld intensiv mit den eingereichten Vorschlägen und Bewerbungen befasst haben: Dr. Barbara Haubold, Barbara Ruetz, Hubert Huber und Ernst Grünwald. Zur Diskussion standen 22 Bewerbungen und Vorschläge. Die Kulturpreise werden seit 2002 jährlich vergeben. Letztes Jahr gewann der Chef des Fünfseen-Filmfestivals, Matthias Helwig. 

Das sind die Gewinner im Portrait:

Hauptpreis für Jozef Nowak

Seine Kunst findet man nicht nur in den Tempeln der Hochkultur, sondern oft auch am Schmalzhof in Pöcking, wo Jozek Nowak seine Werkstatt hat. 1962 in Polen geboren, lebt und arbeitet er seit 1994 in Pöcking und ist Gründungsmitglied von sculpture network. Sein Werkstoff ist Holz, doch Nowak hat sich nicht nur diesem natürlichen Material verschrieben, sondern der Natur selbst. Nowak arbeitet ausschließlich im Freien, in der Natur. Dort erlangen Material und Künstler nicht nur das richtige Licht, hier draußen fühlt sich Nowak mit seinem Werkstoff auch tief verbunden. Bei der Arbeit in seinem Freiluftatelier ist er umringt von fertigen und begonnenen Skulpturen. Nowak arbeitet stets an mehreren Skulpturen gleichzeitig, um den Blick lebendig zu halten. Er benutzt nur wenig Vorlagen, vielmehr versucht er die Person vorab durch Gespräche, Beobachtung und Einfühlung intensiv zu erfassen, so dass er sie bei Beginn der Arbeit schon soweit verinnerlicht hat, dass er nicht mehr auf Vorlagen zurückgreifen muss. Diese Technik hat er sich bereits während seines Studiums in Krakau angeeignet. Heute sind seine Skulpturen fast ausschließlich aus Pappelholz, früher hat er nur Eiche verwendet. Ein Nachteil des Werkstoffes Holz ist die Haltbarkeit, die bei etwa 30 Jahren liegt. Auftragsarbeiten gießt er daher gerne in Bronze. Als Arbeitswerkzeuge benutzt der polnische Bildhauer nur eine Kettensäge und ein Beil. Nowak ist ein international anerkannter Bildhauer, dessen Werke in Polen, China, Italien und Deutschland stehen. Für die Gemeinde Pöcking hat er die österreichische Kaiserin geschaffen. Die überlebensgroße Bronze-Skulptur steht vor dem Kaiserin Elisabeth Museum am Bahnhof Possenhofen.

Die Junge Wilde: Elena Carr

Aus den Socken hat die Nachricht von ihrer Auszeichnung Elena Carr nicht gehauen, groß war die Freude dennoch.

Die junge Starnbergerin Elena Carr hat die Jury mit ihrer Phantasie und ihrem Gestaltungswillen überzeugt. 1991 geboren, studiert sie seit 2011 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei dem Schweizer Konzeptkünstler Professor Res Ingold. Im Herbst wird sie wahrscheinlich ihren Abschluss machen. Elena Carr war mit ihren meist performativen oder installativen Arbeiten an verschiedenen Kunstprojekten in München, Wien sowie auch Athen und Melbourne beteiligt. Mit ihren Projekten und Ideen bringt sie sich immer wieder auch in das Kulturleben des Landkreises Starnberg ein. Sie war mit einer Performance in der ehemaligen Schalterhalle des Bahnhofs am See vertreten.

Die Unermüdliche: Rita Enzinger

Immer im Einsatz: Ob für den „Roseninsel“-Verein oder die „Künstler für Senioren“ – ohne Rita Enzinger läuft nichts.

1983 hat Rita Enzinger gemeinsam mit anderen Künstlern den Kunstverein „Die Roseninsel“ gegründet. Von 1983 bis 2008 war sie in dessen Vorstand tätig, von 1996 bis 2008 als 1. Vorsitzende. Aus diesem Kunstverein heraus ist 1989 die Initiative „Künstler für Senioren“ entstanden. Herz und Seele der „Künstler für Senioren“ ist von Anfang an Rita Enzinger. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Senioren die Kunst ins Haus zu bringen und ist dabei sehr einfallsreich. In den 27 Jahren haben über 100 größere Veranstaltungen stattgefunden, darunter 14 Skulpturenprojekte. Nach und nach wurden immer mehr Akteure – Schüler, Behinderte und die Senioren selbst – eingebunden.  

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