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Der Porschefahrer war viel zu schnell Richtung München unterwegs.

Raser reißt 67-Jährigen in den Tod

A 95: Polizei geschockt über "immenses Tempo"

Starnberg - Ein Porschefahrer ist am Samstag auf der Autobahn 95 einer 67-jährigen Weilheimerin ins Auto gerast. Die Frau kam bei dem Unfall ums Leben. Der Mann hatte die Kontrolle über den Sportwagen verloren. Er war mit einer Geschwindigkeit unterwegs, die sogar erfahrene Einsatzkräfte schockiert.

Er kennt die Stelle sehr gut. Deshalb ist es für den stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr aus Hohenschäftlarn (Kreis München), Daniel Buck, auch so unbegreiflich, wie jemand so schnell auf das Autobahndreieck Starnberg zurasen kann. Er war mit seinen Kollegen einer der ersten an der Unfallstelle, an der ein Porschefahrer (51) so schnell in den Toyota einer 67-jährigen Weilheimerin bretterte, dass sich ihr Auto mehrmals überschlug. Die Frau musste noch vor Ort reanimiert werden, starb jedoch später im Krankenhaus. Die beiden Männer im Porsche kamen mit leichten Verletzungen davon.

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Der Porschefahrer aus Baden-Württemberg war um kurz vor halb zwei auf der Garmischer Autobahn 95 Richtung München unterwegs. Auf Höhe des Dreiecks Starnberg verlor er auf der linken Spur die Kontrolle über sein Auto. Er kam ins Schleudern, schoss rechts über einen Grünstreifen und kam auf dem Zubringer aus Starnberg wieder auf die Fahrbahn. Dort rammte er die 67-jährige Weilheimerin in ihrem Toyota.

Daniel Buck weiß aus Erfahrung, wie eine Unfallstelle aussieht, wenn jemand zu schnell dran war. Bei dem Unfall am Samstagmittag ist er sich sicher: „Der Porschefahrer muss definitiv wahnsinnig schnell gewesen sein.“ Erst 150 Meter nach dem Toyota kam der Porsche zum Stehen. Zeugen vor Ort schätzen, dass der Sportwagen mit rund 300 Kilometer pro Stunde unterwegs war. „Absolut möglich“, sagt Buck mit Blick auf die Spurenlage. Ein Zeuge hatte seinen Tempomat auf 140 Stundenkilometer eingestellt und war von dem Sportwagen überholt worden. „Er schätzt, der Porsche war doppelt so schnell“, sagt Buck. Und: „Das ist einfach unverantwortlich. Schneller wie 160 Kilometer pro Stunde ist hier absolut unangemessen.“

Porsche-Fahrer verursacht schweren Unfall auf A95

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Die Wucht des Aufpralls war so gewaltig, dass es den Toyota wohl mehrmals überschlagen hat. „Der war auf beiden Seiten schrecklich demoliert, alle Airbags sind aufgegangen“, sagt Buck. Die Feuerwehrler mussten die Frau aus dem Wrack befreien. Zunächst war sie noch ansprechbar, doch ihr Zustand verschlechterte sich schnell. „Sie musste vor Ort reanimiert werden“, sagt Buck. Später starb die Weilheimerin in einer Münchner Klinik.

Selbst ein erfahrener Beamter der Verkehrsinspektion Weilheim war vor Ort überrascht von der langen Unfallspur. „Die Schleuderspuren des Porsches sind 600 Meter lang, das lässt auf ein immenses Tempo schließen.“ Aber der Polizist stellt klar: Bislang sind das alles Spekulationen. Genaue Zahlen ermittelt derzeit ein Gutachter. „Aber das dauert ein bis zwei Monate.“

Die Weilheimer Polizei sucht jetzt Zeugen, denen der weiße Porsche bereits ab Garmisch-Partenkirchen als Drängler und Raser aufgefallen ist. Beide Hinterreifen des Porsche waren komplett abgefahren. Auch das kann ein Indiz dafür sein, dass das Auto regelmäßig sehr schnell gefahren wurde. „Aber da wissen wir ja auch nicht, ob das auf Autobahnen oder legalen Rennstrecken war“, sagt der Polizist. Fest steht nur, dass der Fahrer nach dem Unfall im Rettungswagen sehr gefasst war. „Er hat nur gesagt, dass er die Kontrolle verloren hat“, sagt der Polizist. Für die Untersuchungen war die Autobahn sechs Stunden lang gesperrt. Es bildenden sich Kilometer lange Staus.

Christiane Breitenberger

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