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Baustelle Autobahndreieck: Die Arbeiten am östlichen Teil der 54 Meter langen Brücke über die A 952 hinken mehrere Wochen hinter dem Zeitplan her. Deswegen muss die Baustelle den Winter über bestehen bleiben – die schmalen Spuren und das Tempolimit bleiben daher auch.

Autobahndreieck Starnberg

Baustelle auf A95 bleibt den gesamten Winter - Das kommt jetzt auf Autofahrer zu

Die Baustelle am Autobahndreieck Starnberg bleibt den gesamten Winter über bestehen. Grund ist eine Bauverzögerung um mehrere Wochen. Das hat nicht nur Folgen für Autofahrer.

Starnberg – Die Bauarbeiten am so genannten Bauwerk 17 der A 95 am Autobahndreieck Starnberg sind rund sechs Wochen im Verzug – und das hat Folgen. Anders als von der Autobahndirektion Südbayern (ABDSB) geplant, muss die Baustelle den gesamten Winter hindurch bestehen bleiben. Für den Winterdienst bringt das einige Probleme mit sich.

Bauarbeiten auf A95 rund sechs Wochen in Verzug

„Wir fangen so früh an, damit wir auch fertig werden“, hatte ABDSB-Sprecher Josef Seebacher bei Start der Arbeiten Ende Februar erklärt. Der Plan ging nicht auf, was jedoch nach Angaben der ABDSB an Personalproblemen bei Baufirmen lag, nicht an der Planung an sich. „Das ist ärgerlich, aber lässt sich nicht ändern“, sagte Seebacher am Montag. Der Bauverzug betrage rund sechs Wochen, was aber inzwischen unerheblich ist: Die Baustelle muss bis zum Frühjahr bestehen bleiben, weil man zwar im Winter betonieren könne, wegen Witterung und Temperatur aber keine Abdichtungen vornehmen könne. Dafür muss die ABDSB aufs Frühjahr warten. Aus einer mittleren Verzögerung werde deswegen eine lange. Verfahren mit Zelten und Heizungen, sagte Seebacher, hätten sich als nicht praktikabel erwiesen. Die anderen Brücken an der A 95 sind pünktlich fertig geworden.

Zwei Kilometer Baustellenbereich auf der A95 bleiben: Schwierig für Winterdienst

Für Autofahrer hat das zur Folge, dass der Baustellenbereich auf einer Länge von rund zwei Kilometern zwischen Oberdill und nördlich der Anschlussstelle Schäftlarn in beiden Richtungen bestehen bleibt. Derzeit laufen die Arbeiten, um das umzusetzen. Auch die Behelfseinfahrt an der Milchstraße zwischen Schäftlarn und Schorn wird abgebaut. Es bleiben auf der A 95 weiter zwei schmalere Spuren je Richtung, das Tempolimit von 60 km/h bleibt ebenfalls. Für die Autobahnmeister wird der Winterdienst komplizierter: Die breiten Schneepflüge müssen Schilde einziehen und langsam durch den Baustellenbereich fahren. „Das kostet Zeit und Geld“, sagte Seebacher. Und Autofahrer wohl Nerven. Die Brücke selbst wird laut Seebacher nicht teurer, da man die Brücken zum Festpreis bestelle.

Ursachen für die Verzögerung seien der Personalmangel im Baubereich und die vollen Auftragsbücher der Firmen. An Fachleuten mangelt es auch den Behörden: „Wir werben uns derzeit alle gegenseitig die Ingenieure ab“, erklärte der Sprecher.

Wird das auch Auswirkungen auf die Planungen für 2019 haben, wenn der zweite Teil der Brücke am Dreieck erneuert wird? Die ABDSB geht nicht davon aus, allerdings muss die neue Brücke erst fertig sein, bevor die andere abgerissen werden kann. Josef Seebacher vielsagend: „Wir hoffen, dass die Firma aus der ersten Baustelle gelernt hat.“

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