+
Der AWISTA will wissen, wie zufrieden die Bürger mit den Dienstleistungen des Entsorgungsunternehmens sind.

Kundenbefragung

Wie zufrieden sind Sie mit der Müllabfuhr?

  • schließen

Der Abfallwirschaftsverband Starnberg (AWISTA) will es genau wissen: Ab Mittwoch werden im Landkreis Starnberg insgesamt 1000 Telefoninterviews zur Kundenzufriedenheit geführt.

Landkreis – Wenn ab heute bis zum 28. Januar zwischen 16 und 21 Uhr das Telefon klingelt, ist die Chance groß, dass der AWISTA am anderen Ende der Leitung ist. Genauer gesagt das Marktforschungsinstitut L-Q-M, das im AWISTA-Auftrag erfragen soll, wie zufrieden die Bewohner des Landkreises mit ihrem Entsorgungsunternehmen sind.

Und nicht nur das, wie AWISTA-Geschäftsführer Peter Wiedemann gestern im Gespräch mit dem Starnberger Merkur erklärt. Die Welt dreht sich weiter, die Digitalisierung macht auch vor dem AWISTA nicht halt. „Alle Welt bestellt per App im Internet. Wir wollen herausfinden, welche Dienstleistungen unsere Kunden wünschen“, sagt er. Es sei vorstellbar, nahezu alles in die bestehende App einzubauen, „die Frage ist nur, ob die Kunden das brauchen und wünschen“, so Wiedemann weiter.

Perspektivisch soll aber vieles von dem, was heute nur telefonisch oder per Formular geht, über das Internet bestellbar sein. Das allerdings parallel zu den bestehenden Angeboten, denn „meine Eltern sind über 80 und arbeiten mit keiner App, sind aber ebenso Kunden von uns“.

In den vergangenen Jahren habe sich der Verband vor allem darauf konzentriert, die Entsorgung langfristig über Ausschreibungen und neue Verträge zu sichern, sich also um das Kerngeschäft zu kümmern, führt der Geschäftsführer aus. „Wirklich innovativ war das allerdings nicht.“ Daher wolle man nun über eine großangelegte Umfrage genauer erfahren, welche Aufgaben man in Zukunft angehen solle. Gleichzeitig gehe es darum, Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie zufrieden die Kunden beispielsweise mit Zahl, Lage und Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe, aber auch mit der Anzahl der Tonnen und dem Rhythmus der Entsorgung sind.

Insgesamt 1000 Telefoninterviews sollen deshalb ab heute im Landkreis geführt werden. Wiedemann stellt – auch aus Angst vor Trittbrettfahrern – im Vorfeld einiges klar: „Das von uns beauftragte Marktforschungsinstitut wird sich vorstellen und darauf hinweisen, dass es diese Umfrage im Auftrag des AWISTA durchführt.“ Die Umfrage selbst finde anonym statt, der Verband erfahre nur, wo die Befragten wohnen – alle 14 Gemeinden sollen abgedeckt werden. Name, Adresse und Telefonnummer würden nicht an den AWISTA übermittelt. „Auf alle Fälle werden keine persönlichen Informationen, keine Anschrift und keine Kontoverbindung abgefragt. Es wird auch nichts verkauft“, so Wiedemann. Er hofft, dass die Kunden – befragt werden alle Bewohner des Landkreises, ganz egal ob Grundstücksbesitzer oder Mieter – sich die „zehn bis 13 Minuten“ Zeit nehmen, wenn das Marktforschungsinstitut anruft. „Das würde uns wirklich helfen, zu erfahren, wie wir unseren Service in Zukunft noch weiter verbessern können.“

Die Umfrage lässt sich der Verband laut Wiedemann „einen Betrag im niedrigen fünfstelligen Bereich“ kosten. Erste Ergebnisse werden für Ende Februar erwartet, anschließend intern ausgewertet. Im Rahmen einer der nächsten Verbandsversammlungen sollen sie dann öffentlich vorgestellt werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

News-Ticker zum Spatenstich für B2-Tunnel: Pfeifkonzert für die Minister - Appelle zur Versöhnung
Nach Jahrzehnten der intensiven Diskussion soll er nun Realität werden: Der B2-Tunnel in Starnberg. Fotos und Impressionen vom Festakt und der Demo finden Sie hier im …
News-Ticker zum Spatenstich für B2-Tunnel: Pfeifkonzert für die Minister - Appelle zur Versöhnung
Auto rammt drei Fahrzeuge und Ampel
Fast führerlos ist ein Auto am Donnerstagnachmittag in Herrsching gegen mehrere Fahrzeuge und eine Ampel gekracht.
Auto rammt drei Fahrzeuge und Ampel
Seefest und  Wörthsee-Schwimmen abgesagt
Wegen der schlechten Wettervorhersage haben die Veranstalter das Wörthsee-Schwimmen und das Seefest in Steinebach abgesagt. Die gute Nachricht: Das Seefest wird am …
Seefest und  Wörthsee-Schwimmen abgesagt
Radfahrer stürzt und bleibt mit dem Kopf im Wasser liegen
Ein dramatischer Unfall hat sich am Donnerstag gegen 21.45 Uhr in Tutzing ereignet. Dabei erlitt ein 57 Jahre alter Mann aus Tutzing schwere Verletzungen.
Radfahrer stürzt und bleibt mit dem Kopf im Wasser liegen

Kommentare