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Ein Spaten, eine Hacke, viel Freude: Mitglieder des Vereins Umweltbewusste Verkehrsentlastung beim symbolischen Spatenstich für den Tunnel.  

B 2-Tunnel Starnberg

Appell an die Gegner der Röhre

Mit einem symbolischen Spatenstich hat der Verein Umweltbewusste Verkehrsentlastung die ersten Arbeiten für den B2-Tunnel in Starnberg begangen. Einen Appell und ein Versprechen gab es auch.

Starnberg – „Für mich ist es ein schöner Tag!“ Der Aussage von Stefan Frey, CSU-Stadtrat und im Vorstand des Vereins Umweltbewusste Verkehrsentlastung, werden nicht alle zustimmen angesichts der ersten Vorarbeiten für den B 2-Entlastungstunnel. Aber immer mehr, wie Vorsitzender Dr. Jürgen Busse aus Gesprächen mit Starnbergern heraushört. Es gebe einen Meinungsumschwung, sagte er gestern am späten Nachmittag beim symbolischen Spatenstich – viele fänden, es müsse endlich was vorangehen. Busse kam der Termin noch vor der Bundestagswahl recht – wer wisse denn schon, wie ein neuer Bundesverkehrsminister zu Bayern stehe.

Frey hatte sich bei seinem Sohn einen Spielzeug-Helm ausgeliehen und einen Spaten aus seinem Garten mitgebracht – es sollte ein Symbol sein. Rund zwei Dutzend Vereinsmitglieder und Sympathisanten, darunter mehrere Stadträte und Altbürgermeister Ferdinand Pfaffinger, sahen sich die Flächen an, unter denen in den kommenden Monaten eine Löschwasserzisterne gebaut wird (wir berichteten). Frey betonte nochmals die Bedeutung dieses Projekts: Es sei der offizielle Baubeginn, ein Verfall der Genehmigung im kommenden Jahr sei damit ausgeschlossen. Der Tunnel werde gebaut, und die Karten der BI Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel – gemeint ist auch das Bürgerbegehren „Kein Tunnel“ – würden nicht stechen. Man solle nun die Gräben hinter sich lassen, sagte Frey und appellierte an Tunnelgegner, keinen weiteren Unfrieden zu stiften.

Facebook-Seite für laufende Information

Der Verein werde den gesamten Bau bis 2025 intensiv begleiten und die Bürger laufend informieren, kündigte der Vorstand an. Dazu gibt es bereits eine Seite im sozialen Netzwerk Facebook (verkehr-starnberg). Der Tunnel werde Starnberg eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt bringen, die neue Möglichkeiten eröffne – auch im Bahnhofsbereich in Verbindung mit einer Seeanbindung. Den fünf Stadträten, die den Doppelbeschluss „Tunnel bauen, Umfahrung planen“ im Februar ermöglicht hatten, versprach Frey, die Verpflichtung für die Prüfung einer ortsfernen Umfahrung ernst zu nehmen. Die Stadtverwaltung müsse in dieser Richtung auch tätig werden.

Wie Freys Appell ankommt, zeigt sich am kommenden Freitag, 15. September. Dann hält die BI Pro Umfahrung ihre Mitgliederversammlung ab. Beginn des öffentlichen Teils: 19 Uhr, Schlossberghalle.

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