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Rundumblick an der Kreissparkasse: Streng nach Baugenehmigung müssten sowohl die Parkplätze an der Wittelsbacherstraße (l.) als auch die an der Ludwigstraße entfallen.

Ludwig- und Wittelsbacherstraße betroffen

Bald Schlussstrich unter Parkplatzdiskussion: Janik will nach Ortstermin endgültige Planung vorlegen

  • Peter Schiebel
    vonPeter Schiebel
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Was geschieht mit den Parkplätzen rund um die Kreissparkasse? Diese Frage soll ein Ortstermin mit Polizei und Feuerwehr klären.

Starnberg – Bleiben die fünf Parkplätze an der Ludwigstraße gegenüber der Kreissparkasse, wo sie sind? „Wandern“ sie wieder auf die andere Straßenseite? Oder verschwinden sie vielleicht sogar ganz? Ein Ortstermin mit Vertretern von Verwaltung, Polizei und Feuerwehr soll in naher Zukunft dabei helfen, einen Schlussstrich unter diese Diskussion zu ziehen. Jedenfalls hat sich der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Stadtrats am Montagabend einstimmig für dieses Verfahren ausgesprochen.

„Mein Ziel ist die Wiederherstellung der Ursprungssituation“, sagte Bürgermeister Patrick Janik. Das würde bedeuten, die Parkplätze wieder auf die gegenüberliegende Seite der Ludwigstraße zu verlegen. Ob das möglich ist, soll der „Praxistest“ mithilfe eines Feuerwehrfahrzeuges aufzeigen. Schließlich ist die Ludwigstraße laut Baugenehmigung für das Kreissparkassengebäude Aufstellfläche im Brandfall – ebenso wie die Wittelsbacherstraße. Dass auch dort Parkplätze sind, habe die Bauaufsicht bislang aber nicht interessiert, sagte Janik.

Fallen die Parkplätze mit Ausnahme der beiden Behindertenparkplätze weg?

Christiane Falk (SPD) konnte sich vorstellen, die Parkplätze auf der Ludwigstraße mit Ausnahme der beiden Behindertenparkplätze abzuschaffen und dafür „vielleicht einen Pop-up-Radweg aufzubringen“. Dr. Franz Sengl (Grüne) ging noch weiter und sprach sich dafür aus, unter Hinweis „auf feuerwehrtechnische Belange“ gleich die Stellplätze auf beiden Seiten der Kreissparkasse abschaffen. „Dann könnten wir dem Sturm der Entrüstung widerstehen“, sagte er – und zog sich damit Kritik zu.

„Wir müssen auch an unser Gewerbe denken“, sagte Rudolf Zirngibl (CSU). „Parkplätze ohne Not wegzunehmen, wäre das falsche Signal.“ Die Innenstadt sterbe jetzt schon aus. Ähnlich äußerte sich Michael Mignoli (BLS). Anton Summer (BMS) warnte zwar vor einem „großen Kahlschlag“, sah einen Wegfall der Plätze auf der Ludwigstraße aber als „ersten Schritt, um die Innenstadt vom Verkehr zu beruhigen“. Sengl ließ nicht locker: „Die Innenstadt stirbt nicht wegen zu wenigen, sondern wegen zu vielen Parkplätzen“, sagte er und bemängelte die fehlende Aufenthaltsqualität der Wittelsbacherstraße. Um weniger Parksuchverkehr in der Innenstadt zu haben, regte Zirngibl stattdessen ein digitales Parkleitsystem an, das zum Beispiel von der Autobahn kommende Autofahrer in freie Parkhäuser dirigiert.

Beide Vorschläge fallen durch

Sengls Vorschlag bezüglich der Wittelsbacherstraße wurde schließlich mit 2:10 Stimmen abgelehnt, der für die Ludwigstraße mit 5:7 (außer den Grünen stimmten auch BMS und SPD dafür). Patrick Janik will nach dem Ortstermin eine endgültige Planung wieder vorlegen. 

Lesen Sie auch: Erst vor gut zwei Jahen wurden die Parkplätze neu angeordnet.

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