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Vorne vier, hinten zwei: An der Front des neuen Gebäudes an der Gautinger Straße sollen vier Stockwerke entstehen, hinten zwei.

Bauprojekt Gautinger Straße

„Verzögerungen hatten wir lange genug“

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Die Bauarbeiten für ein Handels- und Dienstleistungsgebäude an der Gautinger Straße haben begonnen – mit einiger Verzögerung. Nun soll es laut Planer aber problemlos weitergehen. Das Ziel: Mieter können Anfang 2019 einziehen.

Starnberg – Noch sieht die 3700 Quadratmeter große Fläche neben dem Rewe-Markt an der Gautinger Straße nicht aus wie eine tiefe Baugrube. Das soll sich bald ändern: Seit einer Woche sind Bauarbeiter mit dem Voraushub beschäftigt, in ein bis zwei Wochen sollen erste Pfähle eingezogen werden. Dann nimmt das 15-Millionen-Euro-Projekt des Projektentwicklers Ehret & Klein auch offensichtliche Züge an. Es soll ein Handels- und Dienstleistungszentrum entstehen.

Mieter sollen Anfang 2019 einziehen

In den vergangenen Monaten waren die Planer vor allem mit Arbeiten im Hintergrund beschäftigt, wie Projektverantwortlicher Sebastian Merz erklärt: „Das ist keine einfache Baugrube.“ Das Grundwasser könnte Probleme machen und die Arbeiten um einige Monate verzögern. Damit genau dieser Fall nicht eintritt, haben Experten vorgearbeitet. „Es mussten viele kleine Bausteine bewegt werden, damit es rund läuft. Jetzt sieht es positiv aus“, sagt Merz. „Wir sind aus der kritischen Witterung heraus.“

Die Bauarbeiten haben nun begonnen und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dafür muss beim Aushub aber alles glatt laufen.

Im Juni soll das Grundwasser abgesenkt und die Baugrube trocken sein, damit sie an ein Hochbauunternehmen übergeben werden kann. „Wir gehen davon aus, dass Ende des Jahres der Rohbau steht.“ Dann geht es an die Innenarbeiten. Erste Mieter sollen im ersten Quartal 2019, spätestens im zweiten Quartal einziehen, sagt Merz. Als Hauptmieter steht bereits der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura fest. Mit einem Mieter, der das Angebot ergänzt, sei man in Gesprächen, sagt Merz. 

Mehr Aufwand durch Seenähe und Würmbereich

Außerdem soll eine „Day Bar“ unter anderem einen Mittagstisch anbieten. Die Büros würden derzeit vermarktet. Einen Teil der Räume möchte Ehret & Klein selbst nutzen. 50 Prozent der Flächen seien bereits vergeben, sagt Merz. „Das Mieter-Portfolio entwickelt sich langsam.“ Dadurch, dass die Menschen nun die Bautätigkeit wahrnehmen, steigt das Interesse weiter, hofft der Projektverantwortliche.

Ursprünglich hatte Ehret & Klein das Projekt bereits Mitte des Jahres abschließen wollen – doch es gab Schwierigkeiten. „Die Genehmigung hat deutlich länger gedauert“, sagt Merz. Zwischen Stadt, Landratsamt und Abwasserverband habe es immer wieder Abstimmungsbedarf gegeben. Außerdem hätte man mit Grundstücksnachbarn über Dienstbarkeiten sprechen müssen. Zwischen Rewe und dem neuen Bio-Supermarkt soll langfristig ein Fußweg entstehen. 

Damit werde die Anbindung an die Stadt gefördert, sagt Merz. Größtes Thema war für die Planer aber das Grundwasser. „Wir haben ein bisschen mehr Aufwand durch die unmittelbare Seenähe und den Würmbereich. Da kann man mal nicht eben ein Loch graben. Es ist positiv, dass das jetzt abgeschlossen ist.“ Unerwartete Schwierigkeiten soll der Grund nicht bringen. „Verzögerungen hatten wir lange genug.“

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