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Die Baustelle am Dreieck Starnberg im November 2018.

Fertigstellung bis Jahresende?

Baustelle an der Autobahn A 95: Brücke am Dreieck auf der Zielgeraden

Die Brücke am Autobahndreieck Starnberg nähert sich mit rund neun Monaten Verspätung der Fertigstellung. Anfang nächster Woche müssen deswegen Äste Richtung München und von Süden nach Starnberg gesperrt werden.

Wangen– Autofahrer auf der A 95 werden es mit einer gewissen Erleichterung vernehmen: Die Brücke am Autobahndreieck Starnberg ist fast fertig. Ab August soll mit Asphaltierungsarbeiten begonnen werden, zum Herbst hin könnte die Strecke wieder frei sein. Die Autobahndirektion Südbayern (ABDSB) ist angesichts diverser Verzögerungen allerdings vorsichtig und nennt als Freigabetermin „bis Jahresende“. Zuvor gibt es aber noch einmal eine Umleitung.

Das so genannte Bauwerk 17 sollte – wie andere, kleinere Brücken zwischen Dreieck Starnberg und Mörlbach – eigentlich Ende vorigen Jahres fertig sein. Es gab beim Bau aber Probleme, und zwar personeller Art. Die seien ausgeräumt, erklärte ABDSB-Sprecher Josef Seebacher. „Im Moment läuft es ganz gut.“ Die für A 95-Verhältnisse große Brücke mit einer Länge von 54 Metern habe aber auch „ihre Besonderheiten“.

Nun jedoch ist das Projekt auf der Zielgeraden. Das Traggerüst, auf dem der Auflieger gebaut wurde, kann wieder entfernt werden. Dazu müssen die Äste von Starnberg Richtung München und von Richtung Süden nach Starnberg – beide führen unter der Brücke hindurch – nachts zwischen Montag, 29. Juni, und Donnerstag, 2. Juli, jeweils von 20 bis gegen 5 Uhr gesperrt werden – abwechselnd, nicht beide gleichzeitig. „Während der Sperrung des Rampenastes von Starnberg nach München wird der Verkehr an der Anschlussstelle Percha aus der A 952 ausgeleitet und über Wangen nach München-Fürstenried geführt“, teilte die ABDSB zur Umleitung mit. Ist der Rampenast von Garmisch-Partenkirchen nach Starnberg zu, wird an der Anschlussstelle Schäftlarn ausgeleitet und über Wangen nach Percha umgeleitet. Die Umleitungen werden vor Ort ausgeschildert. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und könnten verschoben werden – allerdings besagt der Wetterbericht für nächste Woche viel Sonne.

Ab August beginnen im Bereich des Dreiecks die Asphaltierungsarbeiten sowie die Installation der Schutzplanken und anderer Restarbeiten. Das dauert seine Zeit, jedoch hofft die ABDSB, die Strecke so schnell wie möglich freigeben zu können.

Mit Abschluss des Bauwerks 17 ist die ABDSB mit der Erneuerung der Brücken zwischen München und Starnberg durch. 2014 waren die Bauwerke an der A 952 neu gebaut oder zumindest saniert worden. 2014 und 2015 waren die Bauwerke zwischen Fürstenried und Oberdill erneuert worden.

Noch in Arbeit sind Brückenbauwerke weiter südlich, etwa bei Seeshaupt. Die Autobahn ist 50 und mehr Jahre alt, weswegen allein schon durch Verschleiß und den „Zahn der Zeit“ Sanierungen erforderlich waren. Die ABDSB ist froh, dass sie dafür in den vergangenen zehn Jahren ausreichend Geld vom Bund bekommen hat. Derzeit sieht es bei den Finanzen nämlich mau aus – die Behörde musste schon 2019 alle größeren Projekte zurückstellen und beschränkt sich auf die nötigen Vorhaben.

Die Verzögerungen am Starnberger Dreieck kosten den Steuerzahlen nichts, das ist das Ziel der ABDSB. Die Mehrkosten für Verkehrslenkung und Winterdienst liegen im sechsstelligen Bereich, für die nach Ansicht der Behörde aber die beauftragten Baufirmen verantwortlich sind.

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