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„Bonnie“ ist von einem Paketfahrer überfahren worden, der angab, dass er sich wegen des Zeitdrucks nicht um den Hund habe kümmern können. 

21-Jähriger hatte Unfall bemerkt

Paketbote erfasst Hund „Bonnie“ und fährt einfach weiter - Tier erliegt Verletzungen

Drama um einen beliebten Hund: „Bonnie“ ist in Starnberg von einem Transporter überfahren worden. Statt sich um das verletzte Tier zu kümmern, fuhr der Fahrer weiter.

Update 21. Februar, 10.34 Uhr: „Bonnie“ kannte jeder, der öfter bei Anton Dreher senior auf der Rambeck-Werft in Percha war oder in der Nähe wohnt. „Bonnie“ war bei Kindern beliebt und eine „sehr gute Kameradin“, wie Anton Dreher sagt. Am Mittwochvormittag wurde der Mischlingshund auf dem Werftgelände am Schiffbauerweg in Percha von einem Transporter eines Paketdienstes überfahren und konnte nicht gerettet werden. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer, der zunächst einfach weitergefahren war. 

Der Tod seines Hundes hat Dreher erschüttert. Er selbst hat den Vorfall nicht direkt mitbekommen, der sich kurz nach 11 Uhr ereignete. Ein Paketdienstfahrer war aufs Werftgelände gefahren, hatte geliefert und fuhr wieder. Genau in dem Moment hörte ein Zeuge einen Hund aufheulen und fand die schwer verletzte „Bonnie“ auf dem Hof. Dreher und Helfer brachten das Tier sofort zum Tierarzt, doch waren die Verletzungen zu schwer – die 13 Jahre alte Hündin starb kurz nach dem Unfall. Der Paketdienstfahrer war derweil weggefahren. 

Hund von Paketfahrer überfahren: 21-Jähriger bemerkte, Tier angefahren zu haben

Eine Zeugin machte sich sofort auf die Suche, teilte die Polizei mit, und entdeckte den Transporter in der Nähe des Landratsamtes. Der Fahrer habe auch ihr gegenüber zugegeben, auf dem Werftgelände gewesen zu sein. Kai Motschmann von der Starnberger Inspektion: „Der 21-Jährige erklärte, dass er auch bemerkte, den Hund angefahren zu haben, sich jedoch wegen Termindrucks nicht um das verletzte Tier kümmern konnte.“ Über diese Begründung können viele nur den Kopf schütteln. Paketdienste fallen häufig durch flotte Fahrweise auf oder durch wildes Parken. Auffällig in der Polizeistatistik sind sie aber nicht.

Anton Dreher hatte schon vor dem Vorfall gestern mehreren Paketfahrern ins Gewissen geredet, sie sollen nicht so flott auf sein Gelände fahren. Schließlich könne jederzeit einmal ein Kunde oder Mitarbeiter aus einer Halle kommen. Für die Fahrer hat er ein gewisses Verständnis wegen des Drucks, dem sie ausgesetzt sind – aber nicht, wenn das zu einer Gefahr wird. Nun überlegt er, ob er die Lieferdienste nicht draußen halten lässt.

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Jeder kannte Hund „Bonnie“:  „Sie war so ein braver Hund“

Hund „Bonnie“ lief frei übers Gelände, jeder kannte sie. „Sie war so ein braver Hund“, sagt Dreher, der seit 40 Jahren immer einen Hund hat. „Bonnie“ kam zu den Drehers, weil der Vorgänger-Hund, ein Boxer, früh und unerwartet gestorben war. Ein Jahr lang versuchte es Dreher ohne Hund, das klappte aber nicht. Schließlich entdeckte sein Sohn bei Bad Tölz sieben Welpen. „Bonnie“ war ein Mischling aus Schäferhund, Husky, ein bisschen Golden Retriever und noch andere Rassen. Einen Tag habe er damals mit seiner Frau überlegt und dann die Kleine genommen. Mit ihr war er auf der Hundeschule, viel unterwegs an Land und auf dem See. 

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„Sie war wie ein Lamm“, sie habe nie jemanden gebissen oder sei aggressiv gewesen – anders als ihm ein Hundelehrer einst vorhergesagt hatte, erzählt der Werftbesitzer. Ohne Hund will er nicht sein und wird sich daher wieder einen zulegen. Den Paketfahrer erwartet einiger Ärger. Kai Motschmann zufolge ermittelt die Polizei sowohl wegen Fahrerflucht als auch wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz – er hat schließlich einem Tier unnötig Leid zugefügt. Wie der Paketdienst auf solche Vorfälle reagiert, ist nicht bekannt.

Erstmeldung vom 20. Februar 2019: Paketfahrer erfasst Hund und fährt einfach weiter - Tier hat keine Chance

Starnberg - Unfassbare Szenen haben sich am Mittwochvormittag in Percha abgespielt. Wie die Polizei mitteilt, fuhr ein Fahrer eines Paketlieferdienstes mit seinem Kleintransporter auf einem Betriebsgelände im Schiffbauerweg. 

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Paketfahrer erfasst in Starnberg Hund: Zeugen suchen Kleintransporter

Als der Wagen wieder losfuhr, hörte ein Zeuge plötzlich einen Hund laut aufheulen. Der Zeuge schaute nach dem Tier - und entdeckte den Hund schließlich schwer verletzt auf dem Boden liegen. Ein weiterer Zeuge suchte laut Polizei nach dem beschriebenen Transporter. 

Hund von Kleintransporter erfasst - Tier hatte keine Chance

Tatsächlich fand die Frau ein solches Fahrzeug in der Nähe des Landratsamtes. Sie sprach den Fahrer an und fragte, ob er auf besagtem Betriebsgelände unterwegs war. Der 21-Jährige gab nicht nur das zu. Er erklärte auch, dass er bemerkt hatte, wie er den Hund angefahren hatte. Doch wegen Termindrucks habe er sich nicht um das verletzte Tier kümmern können, so der Bericht der Polizei. 

Der verletzte Hund wurde sofort zu einem Tierarzt gebrach. Doch jede Hilfe kam zu spät: Das Tier erlag noch dort seinen schweren Verletzungen.

mm/tz

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