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Die Big Band des Gymnasiums unter Leitung von Thomas Maier-Bandomer hatte nach der Konzertpause ihren großen Auftritt. 

Zwei Abende, volle Bude

Weihnachtskonzert des Gymnasiums Starnberg: Abwechslungsreich widersprüchlich

Entschleunigung war das eine Motto dieses Weihnachtskonzerts – und ordentlich Schwung reinbringen das andere. Genau dieser Widerspruch machte den Abend in der Schlossberghalle zu einer abwechslungsreichen Sache. Mit über 150 Mitwirkenden gab das Gymnasium Starnberg seine halbjährliche „Leistungsschau“.

Starnberg– Erfolg ist dabei immer garantiert: Bei den beiden Aufführungen an zwei Abenden ist die Bude voll, stolze Eltern und Großeltern füllen die Halle, Mitschüler gruppieren sich zu Fans und bejubeln ihre Freunde.

Den beeindruckenden Auftakt lieferte das Orchester unter Leitung von Anton Bernhard, der nicht nur durch lockere Moderation, sondern auch durch vielfältigen Einsatz auffiel. Mit der „Christmas Overture“ von Samuel Coleridge-Taylor wurde das Stück eines zu jung verstorbenen Londoners mit afrikanischen Wurzeln in den Fokus gerückt, das bei uns eher wenig bekannt ist. Zu Unrecht: Dvorák-nah und mit viel Schmelz erfreuten die Schüler mit dem Stück. Um danach umzusatteln auf einen echten Komponisten-Star: Ennio Morricone schrieb die Musik für über 500 Filme, 1986 auch für „The mission“ – ein orchestrales Schwelgen. Bevor es mit Josef Rheinbergers Abendlied romantisch weiterging.

Der Unterstufenchor unter der Leitung von Anna Schlosser startete mit „Safe and sound“ und sorgte dafür, dass der Ohrwurm von 2011 von Capital Cities weiterhin nicht aus dem Kopf zu kriegen ist. „Come and see“ zum Mitklatschen und „Jingle bells rock“ mit Weihnachtsmützen sorgten für Entzücken bei den Zuhörern. Der Oberstufenchor machte damit gleich weiter: Leonard Cohens „Hallelujah“ von 1984 ist in unzähligen Versionen zum Mega-Hit geworden, unter der Leitung von Martina Lindner bewies der Chor, dass er dem Anspruch mit einer großen Bandbreite an Stimmen gewachsen ist. Nach „That’s christmas to me“ holte Lindner ihr nächstes Ensemble auf die Bühne: Mit dem Kammerchor setzte sie auf besinnliche Töne, nach „Endless nigth“ und „Take me home“ sorgte die Weise „Immer wenn es Weihnacht wird“ für eine vorweihnachtliche Kirchenstimmung.

Nach der Pause dann das ganz große Aufgebot der Big Band

Nach der Pause gab es das ganz große Aufgebot der Big Band. Leiter Thomas Maier-Bandomer brachte im Doors-Klassiker „Light My Fire“ jede Menge Soli unter, um dann seine Riesen-Mannschaft immer wieder zusammenzuführen. Anschließend belegten die Musiker klanglich, wie es Kurt Weills Musicalsong „Speak Low“ zum Jazz-Klassiker gebracht hat. Um mit „Everything“, 2007 von Michael Bublé geschrieben, den Kreis zu schließen.

Am Ende dann, gerade zu Weihnachten, zieht’s doch alle nach Hause zurück: Also schloss die „Schuimusi“ mit heimatlicher Adventmusik das Konzert ab. Unter Anton Bernhard ist ein hübsches Wechselspiel zwischen Stubnmusi und Bläserensemble entstanden. Mit „Der Engel Lieder“ wurde das Publikum entschleunigt und beschwingt zugleich gen Weihnachten entlassen. 

Freia Oliv

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