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Der Stufenchor begeisterte mit „Celebrate Christmas“, bei dem sich verschiedene Lieder ineinander legten.

Advent

Bei „Valerie“ gibt es kein Halten mehr

Ganz dicht an die Feiertage rückte heuer das Gymnasium Starnberg seine Weihnachtskonzerte in der Schlossberghalle.

Starnberg – Am Mittwoch- und am Donnerstagabend zeigten sechs Schul-Ensembles ihr Können – jahreszeitlich passend mit überwiegend zarten Einstudierungen. Das Orchester des Gymnasiums stieg mit seltenen Stücken der US-Formation „Mannheim Steamroller“ ein. „Eine Gruppe, die sich auch am barocken Klangbild des früheren Mannheimer Hofstaats orientiert“, erläuterte Musiklehrer Anton Bernhard. Im Arrangement von Robert Longfield erreichten die jungen Streicher das samtig-warme Klangbild eines Filmorchesters. Gleich drei Chöre folgten. Beschwingt formulierte der „Stufenchor“ unter Leitung von Anna-Theresa Buxbaum „Sing me heaven, a wonderful Christmas Time“. Mit dem „Abendsegen“ wurde auch ein deutsches Lied höchst fein gefasst. Bei „Celebrate Christmas“ legten sich hörbar frisch und freudig verschiedene Lieder ineinander.

Der Oberstufenchor unter dem Dirigat von Martina Lindner hatte als nächstes seinen Auftritt. „It’s a new world, it’s a new start...“ kam derart seelenvoll daher, als sei „Here I am“ noch nie ein Popsong, sondern schon immer ein Kirchenlied gewesen. Dass die Welt durch Liebe neu werden kann, passte glänzend zur Weihnachtsidee. Herrlich swingend war dann das Fingerschnippen zum „Christmas Morning“-Sologesang von Merlijn Dingemanse.

Beim Kammerchor wurde Vorsängerin Julia Kratofil das Mikro anfangs etwas zu trocken gefasst. Zu gedämpftem Licht legten die fast 30 Choristen ein stimmlich zum Niederknien gestaffeltes „Stille Nacht“ hin. Eigentlich hätte dieser feine Klang auch am Konzertende „bella figura“ gemacht, aber nun drehte die „BigBand“ unter Thomas Maier-Bandomer den Konzertmotor auf Touren.

Interessant wurde die vorwiegende Bläser-Formation durch besondere Zusätze: Ein Keyboard fast im alten Doors-Stil, eine geschickt gedämpfte Posaune – solche treffenden Soli hört man in Schüler-Bands selten, schon gar nicht ein Vibraphon, das manchmal aber von etwas viel Forte im Gebläse überdeckt wurde. Kein Halten mehr kannte das Publikum beim Gesang von Mariya Wupper. Mit tiefer Soulstimme löste die Elftklässlerin bei „Valerie“ begeistertes Kreischen aus.

Mit exotischen rhythmischen Zusätzen überraschte die bayerische „Schuimusi“, die alte Weihnachtslieder zu Gitarre, Harfe und Violine dank Flöten und Schlagzeug auch in südamerikanische Melodiegefilde überführte. Neben dem glücklichen Publikum freute sich auch Senioren-Lehrkraft Heidi Altmann von der Tibet-Hilfe: 1538,14 Euro gingen als Basar-Erlös an die zugunsten der Lamdon School in Ladakh. Andreas Bretting

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