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Auslaufmodell: Die Schranke am heutigen Standort will die Stadt in jedem Fall abschaffen. Der neue Standort steht allerdings noch nicht fest.

Unterer Seeweg

Beim Undosa: Stadt will volle Kontrolle über Zufahrt zur Promenade

Die Stadt Starnberg will die Verkehrssituation am Undosa komplett neu regeln. Unter anderem soll die dortige Schranke versetzt werden. 

Starnberg – Nur noch wenige Berechtigte sollen künftig von Süden auf die Seepromenade fahren dürfen. Dazu soll die bestehende Schranke am „Undosa“ versetzt werden, die Unterführung soll Einbahnstraße in Richtung zur Possenhofener Straße werden. Der Umwelt- und Mobilitätsausschuss folgte am Dienstagabend weitgehend den Vorschlägen der Verwaltung, um Parkchaos und Autos auf der Promenade ein Ende zu machen.

Eigentlich sei alles geregelt, sagte Bürgermeisterin Eva John, doch hielten sich viele eben nicht daran. Man müsse die Belange von Gastronomie, Anwohnern, Ruderclub und Lieferverkehr unter einen Hut bringen und den Parksuchverkehr stoppen. Zuletzt hatte sich das Problem wieder verschärft (wir berichteten). Gegenmaßnahmen aus dem Jahr 2016, die unter anderem verstärkte Kontrollen vorsahen, hätten eine leichte Verbesserung gebracht, seien aber nicht als Erfolg zu werten. Die Zahl der Falschparker sei leicht zurückgegangen, fünfmal habe die Polizei Fahrzeuge abschleppen lassen. „Manche glauben, dass sie mit dem Kauf eines großen Autos auch einen Parkplatz gepachtet haben“, stellte die Bürgermeisterin fest. Fazit: Es braucht „deutliche Maßnahmen“. Die sehen mehrere Punkte vor.

Zum einen soll die Schranke vom „Undosa“ versetzt werden und entweder auf Höhe des Spielplatzes stehen oder gleich direkt an der Unterführung. Darüber soll erst später entschieden werden. Nur die dauerhafte Sperrung des Unteren Seeweges zwischen Unterführung und „Undosa“ werde etwas bewirken, findet John. Die Stadt will die Schranke komplett in Eigenregie betreiben; derzeit gibt es Absprachen mit dem Wirten im „Undosa“. Es soll nur einen kleinen Kreis von Berechtigten geben, der von der Stadt festgelegt wird: Wirte, Anwohner, Lieferanten ja, Gäste nein. Denn: „Auf Freiwilligkeit kann das nicht basieren.“ Für Gäste gebe es im Umfeld genug Parkmöglichkeiten, sagte John. Aus Sicht der Stadt haben die bisherigen Festlegungen, wer hinter der Schranke parken darf, nicht richtig funktioniert.

Nach den Vorschlägen soll die Unterführung nur vom Unteren Seeweg in Richtung Possenhofener Straße befahrbar sein – allein das soll schon Versuche von Besuchern, bis zur Promenade zu fahren, erschweren. Als Einbahnstraße könne man den Unteren Seeweg aus verschiedenen Gründen nicht ausweisen.

Im Ausschuss fanden die Vorschläge breite Unterstützung. Franz Heidinger (BLS) plädierte für eine Schranke am Kinderspielplatz, weil der MRSV bisweilen mit langen Achtern rangieren müsse und dies zu Problemen führen könnte. Gerd Weger (CSU) regte an, Lieferverkehr nur bis 10 Uhr morgens zuzulassen. Dr. Franz Sengl (Grüne) hingegen will die Schranke gleich an der Unterführung anbringen. Andernfalls würden wieder Autofahrer reinfahren, kämen nicht weiter, könnten nicht wenden und würden Chaos verursachen. „Ich habe da schon Schlägereien erlebt“, sagte er. Auch Iris Ziebart (FDP) trat für eine „rigorose Absperrung“ ein. Markus Mooser (WPS) hält fernsteuerbare und versenkbare Pollen für besser als eine Schranke. Als Hinweis für „Undosa“-Besucher merkte er an, man könne die Gaststätte mit Booten anfahren.

Teile der Debatte wurden auf Antrag von Patrick Janik (UWG) in den nichtöffentlichen Teil verlegt, weil Verträge der Stadt betroffen seien. Das Rathaus gab die Entscheidung aber am Mittwoch bekannt. Demnach wurde die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Konzepts beauftragt. Die Schranke soll in jedem Fall versetzt werden, zudem soll die Zufahrt ab der Unterführung nach Norden mit Schildern verboten werden – außer für Lieferverkehr und Mitarbeiter des „Undosa“. Die Unterführung selbst soll von der Possenhofener Straße nicht mehr befahrbar werden. Das Konzept soll auch eine „praktikable Zugangsregelung/-berechtigung“ vorsehen und eine Regelung für die Schranken-Bewirtschaftung. Vor der Umsetzung müsse der Plan mit den Anliegern abgestimmt werden, entschied der Ausschuss. Wie lange die Umsetzung dauert, ist offen.

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