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Der Spieltisch der Kirchenorgel in St. Maria ist seit 30 Jahren das zweite Zuhause von Kirchenmusiker Bernard Texier, der am Sonntag Dienstjubiläum feiert. 

Kirchenmusiker-Jubiläum

Bernard Texier seit 30 Jahren an der Orgel in St. Maria

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Er beherrscht die Königin der Instrumente: Bernard Texier (65) zieht die Register und lässt über drei Manuale die Orgel der Stadtpfarrkirche St. Maria erklingen. Seit 30 Jahren ist der Franzose Kirchenmusiker in Starnberg.

Starnberg „Musik ist eine Sprache ohne Worte“, beschreibt Bernard Texier seine größte Leidenschaft. „Sie spricht durch Gefühle.“ Und Texier beherrscht diese Sprache wie nur wenige andere. Der Organist und Kirchenmusiker der Katholischen Pfarrei St. Maria, Hilfe der Christen, in Starnberg begann mit acht Jahren, Klavier zu spielen. Als 13-Jähriger brachte er sich selbst das Orgelspielen bei und mit Anfang 30 entdeckte er das Cembalo für sich. Am Sonntag feiert der 65-Jährige beim Pfarrfest (siehe Meldung rechts) 30.  Jubiläum. Orgelmusik ist nicht nur sein Beruf, sondern auch sein Steckenpferd. „Ich war schon immer fasziniert von dieser Musik“, erzählt Texier. „Wahrscheinlich weil mein Vater in meiner Kindheit viel Orgelmusik gehört hat.“

Als Texier vom Dom-Organisten im französischen Poitiers unterrichtet wurde, stand für den gebürtigen Pariser fest, nach dem Abitur ein Studium der Kirchenmusik zu beginnen. Durch einen Schüleraustausch mit der deutschen Stadt Lampertheim lernte Texier den gleichaltrigen Elmar Glöckner kennen, der später ebenfalls Kirchenmusiker wurde. Er brachte Texier auf die Idee, an der Musikhochschule in Dortmund zu studieren. 1976 begann Texier das Studium der Kirchenmusik, das er vier Jahre später erfolgreich abschloss. Seine erste Anstellung als Kirchenmusiker fand er in Bochum.

Vor 30 Jahren verschlug es ihn nach Starnberg, wo er die Stelle als Kirchenmusiker und Organist in der Stadtpfarrei antrat. Seiner neuen Heimat gewann Texier von Anfang an viel Positives ab. „Der Blick auf See und Berge ist faszinierend“, schwärmt Texier. „Unser ehemaliger Pfarrer Konrad Schreiegg hat sich sehr für die Musik interessiert und mich immer unterstützt.“ Texier sitzt nicht nur an der Orgel, er leitet auch den Kirchenchor und einen Kleinkinderchor.

Der Organist hat immer Musik und Töne im Kopf. Gerade probt er mit dem Kirchenchor für die Orgelnacht am 21. Juli. Bis Ende Januar 2019 ist Texier beruflich noch voll eingespannt, bevor er sich zur Ruhe setzen will. Aber ganz wird er die Finger nicht von den Tasten lassen. „Als Musiker ist man nie fertig“, sagt Texier und lacht. „Ich werde weiter Orgel spielen und auch vertretungsweise bei Gottesdiensten oder als Chorleiter einspringen.“

Er freut sich aber auch darauf, mehr Zeit für sich und seine beiden Söhne zu haben. Auch sein Enkelkind, das vor einem Monat geboren wurde, könne er dann öfter besuchen. Und noch etwas anderes möchte Bernard Texier im Ruhestand genießen: „Ich spiele seit ich 17 bin beinahe jeden Sonntag die Orgel im Gottesdienst. Dann will ich die Glocken auch mal vom Bett aus hören.“

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