Betrüger am Telefon

Sieben Starnberger Senioren wehren sich gegen falsche Polizisten

Sieben Starnberger Senioren haben genau richtig gehandelt: Sie sind Betrügern, die sich als Polizisten ausgaben, nicht aufgesessen. Hier gibt es Tipps der Polizei.

Starnberg – Wenn auf dem Telefon-Display die Vorwahl der eigenen Gemeinde mit dem Zusatz „110“ erscheint, rechnen viele Bürger mit dem Anruf eines Polizisten. „Die Polizei ruft aber nicht unter ’110’ an“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. In Wahrheit steckt dann nämlich ein Betrüger dahinter, der eine Geschichte auftischt. Die kann wie folgt lauten: Einbrecher wurden festgenommen. Dabei wurde eine Liste mit dem Namen des Angerufenen gefunden. Der soll ganz nebenbei im Gespräch Auskunft zu seinen Wohn- und Vermögensverhältnissen geben. Die Betrugsmasche soll später in einen Diebstahl münden.

Sieben Senioren wurden von „Polizeibeamten“ kontaktiert

Sieben Starnberger Senioren haben sich erfolgreich gegen diese Betrüger-Masche gewehrt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord bekannt gibt. Sie wurden am Dienstag zwischen 11 und 15 Uhr von „Beamten der Polizeiinspektion Starnberg“ angerufen. Die Senioren gaben keine Details preis und verständigten die echte Polizei.

Der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord führt den Erfolg auf die vermehrten Berichte in den Medien zurück. Mittlerweile wissen viele Bürger um die Masche der Betrüger. „Da sind wir sehr froh“, betont der Sprecher. „Da geht es teilweise um fünfstellige Beträge, die sind in der Regel unwiederbringlich verloren.“ Immer wieder würden hohe Bargeldbeträge ausgehändigt werden.

„Beenden Sie im Zweifelsfall schnellstmöglich das Gespräch“

Umso wichtiger, dass die Bürger informiert werden. Zuletzt waren Betrüger am Telefon ein Thema in Gilching. „Die gehen im Dienstbereich um“, erklärt der Sprecher des Polizeipräsidiums. Über 300 Fälle habe die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck heuer aufgenommen. „Es muss davon ausgegangen werden, dass die unbekannten Täter weiterhin versuchen werden, auf diesem Weg an für sie nützliche Informationen zu gelangen.“

Daher rät das Polizeipräsidium Oberbayern Nord: Bei Anrufen mit diesen Thema sollten Bürger misstrauisch sein. „Beenden Sie im Zweifelsfall schnellstmöglich das Gespräch, ohne persönliche Daten oder Informationen über Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben.“ Auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen solle nicht eingegangen werden. Auch sollen Betroffene mit Angehörigen über das Phänomen sprechen. In jedem Fall solle die Polizei kontaktiert werden, rät das Polizeipräsidium.

Rubriklistenbild: © dpa

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