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Landrat Karl Roth, Sportamtsmitarbeiterin Jana Frühauf, Sportamtsleiterin Christine Geissler, BLSV-Kreisvorsitzender Walter Moser sowie seine Stellvertreter Michael Heimrich (v.r.) und Gundi Ascherl überreichten Bernd Köster und Ingrid Köster, Harald Berg, Birgit Ultsch und Werner Berg den Ehrenamtspreis (v.l.).

BLSV

Ehrenpreis für herausragendes Engagement

Der Sportkreisvorsitzende Walter Moser zeichnet Birgit Ultsch, Werner Berg, Harald Berg und Bernd Köster aus.

StarnbergIm Rahmen der Sportlerehrung von Landrat Karl Roth im Landratsamt Starnberg, bei der 60 Sportlerinnen und Sportler für ihre herausragenden Leistungen bei bayerischen, deutschen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurden (wir berichteten), verlieh der Sportkreis Starnberg im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) auch Sonderpreise für besondere Verdienste im Sportehrenamt an vier Persönlichkeiten.

Birgit Ultsch gründete als ehemalige Balletttänzerin und Ballettpädagogin 1989 eine Tanzabteilung mit Schwerpunkt Kinderballett und Jazztanz beim Gautinger Sportclub. In diese Zeit fielen zahlreiche öffentliche Auftritte. Von 2004 bis 2012 arbeitete Ultsch im Vorstand des Sportkreises Starnberg als Frauenvertreterin mit. „Zeitweise war sie auch noch Referentin für das Ressort Sport der Älteren“, erklärt BLSV-Kreisvorsitzender Walter Moser. Neben ihren sportlichen Verdiensten betreute Ultsch mehrere Personen und Gruppen im Altenheim Gauting und initiierte zuletzt ein Seniorenprojekt im Theaterforum Bosco in Gauting, bei dem tanzbegeisterte Damen und Herren ab 60 Stücke einstudieren und auch öffentlich aufführen.

„Das sind 3,75 volle Arbeitsjahre“

Bernd Köster kam 2001 aufgrund eines Hilferufs des SV Inning zur Funktion des Schatzmeisters und 3. Vorstands. Seit 2013 ist Köster 1. Vorsitzender des Vereins mit acht Abteilungen. „Er ist als guter Teamplayer bekannt und bindet alle Ehrenamtlichen im Verein bei wichtigen Entscheidungen mit ein“, sagt Moser. Daneben interessiert er sich auch für überregionale sportliche Belange. Unter seiner Leitung richtete der SV Inning 2017 den Starnberger Landkreislauf, das größte Breitensportereignis der Region, mit Bravour aus. Dank und Anerkennung gebührt dem Verein auch für herausragende Integrationsbemühungen. Der SV Inning war als erster Verein im Landkreis von der Belegung der Sporthalle durch Flüchtlinge betroffen. Dem Verein unter dem Vorsitz von Bernd Köster gelang es, diese Herausforderung nicht nur sportlich zu bewältigen, sondern die heimatlosen Personen auch bald in das Sportlerleben einzugliedern und Helferkreise zu bilden.

Harald Berg trainiert Kinder, Jugendliche und Erwachsene des TV Planegg-Krailling. Er ist seit 35 Jahren als Trainer tätig und hat dabei rund 7500 Stunden auf dem Sportplatz bzw. in der Halle verbracht. „Legt man einen Acht-Stunden-Tag zu Grunde, sind das 3,75 volle Arbeitsjahre“, rechnet Moser vor. Berg sei für den Verein das „Urgestein der Leichtathletik“, der viele hundert junge Menschen dem Sport zugeführt und sie begeistert hat – auch heute noch.

Blumen für Partner und Partnerinnen

Werner Berg, wie sein Sohn Harald ebenfalls beim TV Planegg-Krailling, nahm am Ehrungsabend bereits Glückwünsche für die 40. Wiederholung des Goldenen Sportabzeichens entgegen. Der Ehrenamtspreis wurde dem rüstigen 83-Jährigen aber für seine fast unbeschreiblichen sonstigen Erfolge im Ehrenamt ausgehändigt. Seit insgesamt 45 Jahren ist Werner Berg für den TV Planegg-Krailling und zeitweise auch als Sportwart für den Leichtathletik-Kreis Isar Amper tätig. Er gründete 1972 die Abteilung Leichtathletik und leitete sie insgesamt 14 Jahre. Die Abteilung Volleyball baute er mit einer Mannschaft des örtlichen Gymnasiums auf und leitete sie insgesamt 23 Jahre. Die Damen spielen heute in der 3. Liga. Auch die Abteilung Hockey verdankt ihm sehr viel. Seit der Gründung im Jahr 2010 spielen dort inzwischen rund 70 Jugendliche in zehn Mannschaften. Auch für den Aufbau einer Sportabzeichengruppe mit heute 50 Aktiven ist Werner Berg verantwortlich.

BLSV-Kreisvorsitzender Walter Moser überreichte zusammen mit Landrat Roth die Ehrenamtspreise und bedankte sich für die vorbildlichen Leistungen. Da die beschriebenen Tätigkeiten ohne eine verständnisvolle Partnerin bzw. Partner nicht zu erbringen gewesen wären, wurden diesen Blumen als kleiner Dank für ihr Verständnis und ihre jahrelange Unterstützung überreicht.

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