Vier Varianten, eine Lösung: Lediglich der neue Standort oberhalb des Alersbergs hat Realisierungschancen. Offiziell rangiert er unter dem Namen „Anhöhe Wald“ wie Alersberg II, ist aber diesem nicht exakt identisch. Alle anderen Standorte sind damit vom Tisch – der Freistaat hat entschieden. Foto: FKN

BOS-Mast: Stadtrat auf der Palme

Starnberg - So geht's nicht - oder doch? Der Starnberger Stadtrat ist etwas ungehalten über den Freistaat, der sich für einen Mast-Standort für den digitalen Behördenfunk (BOS) entschieden hat - und gegen den Willen der Stadt. Nur: Die muss das hinnehmen.

Der ursprüngliche Standort am Alersberg bei Söcking war von Stadt und vor allem von einer BI der Anwohner abgelehnt worden. Deren Vorschlag, der einen weiteren Mast bei Wangen an der Autobahn erfordert hätte, war jedoch deutlich teuerer. Ein dritter Standort unweit des Alersberg war von Stadt und BI ebenfalls abgelehnt worden, doch hat sich der Freistaat dafür entschieden.

Im Stadtrat stieß dies auf wenig Verständnis. Übergangen fühlten sich einige Stadträte, nachgerade an der Nase herumgeführt. Nur wenige verbuchten den nun neuen Standort als Erfolg, vor allem für die BI, da er weiter von der Wohnbebauung entfernt ist als der erste. Dennoch gab es eine klare Mehrheit gegen diesen und für den Doppelstandort.

Realisierbar ist der nicht, denn: Der Freistaat ist mit dem Grundstückseigentümer bereits einig. Die Stadt wird im weiteren Verfahren durch die Regierung von Oberbayern lediglich angehört, mitentscheiden kann sie nicht. Läuft alles nach Plan, wird der Mast noch in diesem Jahr errichtet, jedoch frühestens 2013 in Betrieb genommen.

Durch den Mast werden dann Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste funken. Der Digitale Behördenfunk, auch BOS genannt, ist abhörsicher und von höherer Qualität.

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