Das Impfteam der Wasserwachten aus dem Landkreis (v.l.): Robert Lettenbauer (Tutzing), Kurt Zobrist (Buch), Martin Möller (Pilsensee), Wolfgang Zimmer (Tutzing), Ludwig Zitzelsberger (Pilsensee), Dieter Arcypowski (Tutzing), Michael Wrase (Tutzing) und Jule Heuchert (Wörthsee).
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Das Impfteam der Wasserwachten aus dem Landkreis (v.l.): Robert Lettenbauer (Tutzing), Kurt Zobrist (Buch), Martin Möller (Pilsensee), Wolfgang Zimmer (Tutzing), Ludwig Zitzelsberger (Pilsensee), Dieter Arcypowski (Tutzing), Michael Wrase (Tutzing) und Jule Heuchert (Wörthsee).

Wasserwachtler bringen Pflegebedürftigen zweite Dosis

„Menschen ohne Lobby“: BRK-Impfteam fährt zu bettlägerigen Personen nach Hause

Einige Menschen im Landkreis sind bettlägerig und müssen von ihren Verwandten gepflegt werden. 30 davon hat das Impf-Team des BRK nun besucht, um ihnen die zweite Impfung zu verabreichen.

Landkreis - Zum zweiten Mal haben sich ehrenamtliche Wasserwachtler im Landkreis Starnberg nun beim Impfen engagiert – und zwar zugunsten einer benachteiligten Gruppe: Menschen, die daheim gepflegt werden und bettlägerig sind. Rund 30 von ihnen besuchte das Impf-Team zuletzt daheim, um ihnen die zweite Impfung zu verabreichen. Das berichtet das BRK in einer Pressemitteilung.

Nach dem Sonderimpftag des Landkreises im April sagten viele Helfer der Wasserwachten im Landkreis zu, nun auch bei der zweiten Impfrunde zu helfen. An jenem Tag hatten drei Impftrupps mit Ärzten und Sanitäter die Pflegebedürftigen besucht. Dass sie auch die zweite Dosis zu Hause bekommen können, dafür sorgte Fiona Kemp, Vorsitzende der Wasserwacht Herrsching. Sie übernahm die Planung und Organisation der Tour durch den Landkreis. Nur logisch: Denn Kemp betreut derzeit auch die gesamte Impfkoordination im Landkreis mit. Unterstützung bekam sie nun von Robert Lettenbauer (Einsatzleiter Wasserrettungsdienst) und Jule Heuchert (Wasserwacht Wörthsee).

Neun Helfer und zwei Ärzte mit Assistenten vor Ort

Um die Aktion überhaupt zu schaffen, beteiligten sich neun Helfer aus den Wasserwacht-Ortsgruppen Pilsensee, Wörthsee, Buch, Herrsching und Tutzing sowie zwei Ärzte mit Assistenten. Nach jeder Impfung blieben noch Sanitäter eine Zeit vor Ort, um sicher zu gehen dass bei möglichen Komplikationen schnell Hilfe geleistet werden kann. Von 7.15 bis 18.30 Uhr waren die Wasserwachtler unterwegs – „und hochmotiviert“, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. „Es handelt sich um Menschen, die keine Lobby haben in unserer Gesellschaft. Wie sollen Angehörige ihre Liebsten, die ans Bett gebunden sind, zu einem Impfzentrum bringen können?“ Hausärzte würden sich sehr engagieren, aber auch ihnen seien Grenzen gesetzt.

Dankbar und mit Freude seien die Helfer empfangen worden. „Die Resonanz von Helfern und Geimpften war durchweg positiv.“

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