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Eine zusätzliche Stützkonstruktion wird auf der Seite der Brücke angebracht werden, auf der der gesamte Verkehr laufen soll. Mehr als vorbereitende Maßnahmen wird es heuer aber nicht mehr geben. Der endgültige Abriss der maroden Brücke soll 2018 erfolgen.

Brücke am Autobahndreieck

Abriss erst im kommenden Jahr

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Starnberg – Anders als geplant wird die Brücke am Autobahndreieck Starnberg heuer nicht mehr abgerissen. 17 Millionen Euro werden investiert, damit sie und fünf weitere Bauwerke an der A95 2018 abgebaut und durch Neubauten ersetzt werden.

Monatelang rechneten und taktierten Mitarbeiter von Fachbüros herum. Unter 15 Varianten sollten sie für die Autobahndirektion Südbayern die beste Lösung finden, wie der Verkehr auf der A95 bei Starnberg laufen soll – während die marode Brücke (Baujahr 1965) abgerissen wird. Nun ist klar: Der komplette Verkehr wird während der Abrissarbeiten über eine Seite der Brücke verlaufen. Klar ist nun aber auch: Der Abriss des Bauwerks wird nicht wie geplant Ostern 2017, sondern erst im kommenden Jahr vollzogen. Da für die Ausschreibung der Arbeiten Fristen eingehalten werden müssen, wurde die Zeit für die Planer irgendwann zu knapp. Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, sagt: „Wir haben überlegt, ob wir es im Dezember mit aller Gewalt durchbringen. Das muss man aber in Ruhe planen.“

Geänderte Verkehrsführung wohl ab Frühjahr 2018

Ruhe ist derzeit nicht angesagt bei der Autobahndirektion. Der Beschluss des Bundes, dass ab 2021 eine neu geschaffene Infrastrukturgesellschaft Kompetenzen übernehmen soll, sorgt für Unsicherheit und Kündigungen. Abgesehen davon ist die komplexe Situation vor Ort ein Problem. „Wir brauchen weiterhin alle vier Spuren. Dafür müssen wir die Fahrbahn oben verbreitern.“

Ab Sommer beginnen die Vorarbeiten. Für zwei Millionen Euro wird dann die gesamte Strecke zwischen Autobahndreieck Starnberg und Schäftlarn für den einseitig vierspurig verlaufenden Verkehr präpariert. Etwa muss der Seitenstreifen für dauerhafte Befahrung tauglich gemacht werden. Die Brücke an sich droht laut Berechnung bei extremer Lastenverteilung seitlich wegzukippen. Damit sie dem einseitig verlaufenden Verkehr standhält, wird im Herbst eine Stützkonstruktion angebracht. Wirklich einseitig verlaufen soll der Verkehr ab Frühjahr 2018. Erst dann kann auch mit Abriss begonnen werden.

Alle Maßnahmen kosten zusammen 17 Millionen Euro

Während das sieben Millionen Euro teure Brücken-Projekt umgesetzt wird, wird wohl auf der Strecke die für Baustellen übliche Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern gelten. Die derzeitige Begrenzung sorge bereits jetzt für einige Beschwerden, sagt Seebacher. „Aber bei Tempo 80 gibt es den höchsten Verkehrsfluss.“ Mit dem Brückenabriss sollen auch fünf Unterführungen auf der A95 zwischen Starnberg und Schäftlarn abgebaut werden. Die Kosten: insgesamt 17 Millionen Euro.

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