Bürger verlieren vor Gericht

Starnberg - Klaus Ferstl, Anwohner der Straße Am Hochwald in Starnberg, hatte mit zwei Nachbarn gegen den Abfallwirtschaftsverband geklagt. Nun hat das Gericht entschieden: Klage in vollem Umfang abgewiesen.

Den Anwohnern Am Hochwald in Starnberg geht es gar nicht um den Unfallschutz. „Wenn ein Gutachter feststellt, dass es zu gefährlich ist, da rückwärts raufzufahren, können wir natürlich nichts machen – auch wenn die das 25 Jahre lang so gemacht haben“, sagt Klaus Ferstl. Den 61-Jährigen ärgert viel mehr, dass die Mitarbeiter der Firma Remondis, die für die Müllentsorgung im Landkreis Starnberg zuständig ist, „mit Rücksicht auf den gesundheitlichen Zustand der Eigentümer“ zu keinem Entgegenkommen bereit seien. Es sei zumutbar, dass die Männer in diesem Fall fünf oder zehn Meter weiter laufen. Ferstl: „Das ist ein minimaler Mehraufwand.“

Das sieht Peter Flach etwas anders. Der AWISTA-Verbandsvorsitzende betont, dass es deutschlandweit zu mehreren Klagen bezüglich der Abholung an bestimmten Sammelstellen gekommen sei. „Und immer haben die Müllentsorger Recht bekommen“, so Flach, der den Vorwurf der Anwohner Am Hochwald, nicht bürgerfreundlich zu sein, von sich weist. „Wir haben die betroffenen Anwohner angeschrieben und angeboten, uns die Sache vor Ort anschauen.“ Als Antwort sei die Klage ins Haus geflattert. Flach: „Es gab einen ganzen Sack voll Probleme.“ Im Dialog mit den Bürgern habe man aber immer einen Kompromiss gefunden – nur nicht im Fall Am Hochwald. Und wenn man für die drei Kläger nun ausnahmsweise eine Mehrleistung erbringe, dann wollten das plötzlich alle. Flach: „Und das ist mit erheblichen Mehrkosten verbunden.“

Das Landkreiswetter

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