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Aktuell ist Barbara Scheitz Vorsitzende der Bürgerstiftung, ihr zur Seite steht neben Dr. Gerhard  Brandmüller (l.) auch Konrad Hallhuber
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Die Stiftungsurkunde unterzeichnete 2009 Stiftungsvorsitzender Helmut Wagner, neben ihm die Vorstandskollegen Dr. Gerhard Brandmüller (l.) und Peter Geuss.

Bürgerstiftung Landkreis Starnberg

Von 50 000 auf mehr als eine Million Euro

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Auf eine Jubiläumsfeier verzichtet die Bürgerstiftung Landkreis Starnberg. Stattdessen schüttet sie zum zehnten Geburtstag zehn mal 1000 Euro aus.

Landkreis– In den Fürstensälen von Kloster Andechs trafen sich am 3. April 2009 etwa 60 Persönlichkeiten. Kommunalpolitiker, Wissenschaftler, Künstler und Unternehmer wurden Zeugen der Gründung der Bürgerstiftung Landkreis Starnberg. Der Vorstand unter Führung von Helmut Wagner unterzeichnete die Stiftungsurkunde. Heuer feiert die Bürgerstiftung zehnten Geburtstag.

Hausherr Abt Dr. Johannes Eckert lobte damals die Gründung und meinte: „Eine Stiftung ist eine gute Sache, in der Menschen über ihr Leben hinaus Gutes tun können.“ Der Benediktinermönch sprach damit einen Aspekt an, der für den Erfolg einer Stiftung ausschlaggebend ist. Um ihren Ertrag aus dem Stiftungskapital und damit die zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Mittel zu mehren, ist eine Stiftung auf so genannte Zustiftungen angewiesen. Das weiß Abt Johannes, schließlich ist auch das Kloster Andechs 1445 aus einer Stiftung hervorgegangen. So wünschte er der Bürgerstiftung „viele Zustifter, damit das Kapital wächst“.

Den Grundstock hatte die VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg e.G. gelegt mit einem Startkapital von 50 000 Euro. In den folgenden vier Jahren kamen nochmals jeweils 50 000 Euro hinzu. Mittlerweile ist das Stiftungskapital auf mehr als eine Million Euro angewachsen.

Der Zweck der Bürgerstiftung ist weit gefasst. Projekte und Initiativen aus den verschiedensten Bereichen werden unterstützt – ausschließlich aus den Zinserträgen des Stiftungsvermögens, das selbst nicht angetastet werden darf. Neben Zustiftungen zur Mehrung des Stiftungskapitals und damit auch der Rendite sind der Bürgerstiftung auch Spenden willkommen, um ihre Projekte zu realisieren.

Wie weit der Bereich der Unterstützung reicht, belegen einige Beispiele aus den Gemeinden des Landkreises: Der Förderverein der Carl-Orff-Volksschule in Andechs erhielt einen Zuschuss zur Anschaffung eines Kletter- und Balanciergerätes für den Schulgarten. Dem MTV Berg gewährte die Stiftung eine Finanzspritze für eine Skateranlage samt integriertem Basketballfeld. Den Wiederaufbau der Dorfkapelle in Garatshausen hat die Stiftung unterstützt. Der Arbeitskreis Ausländerkinder in Gauting erhielt finanzielle Mittel zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. Die Stiftung ermöglichte der Ökumenischen Hilfe Gilching die Erweiterung ihrer Küche. Der Freundeskreis Krankenhaus Seefeld erhielt einen Zuschuss zur Anschaffung eines Endoskopieturmes. Den dauerhaften Erhalt der Kirchenorgel in Breitbrunn hat die Stiftung ebenfalls mit ermöglicht. So ließe sich die Liste mit Beispielen aus den weiteren Gemeinden noch lange fortsetzen. Seit ihrer Gründung hat die Bürgerstiftung 180 Institutionen mit gut 200 000 Euro gefördert.

Zum zehnten Geburtstag schüttet die Bürgerstiftung heuer zehnmal 1000 Euro gesondert aus und verzichtet auf eine Jubiläumsfeier. Bis zum 30. September können gemeinnützige Institutionen aus den Bereichen Soziales, Bildung, Kultur und Sport Förderanträge stellen. Die Antragsformulare gibt’s im Internet: www.buergerstiftung-starnberg.de. Stiftungsvorstand und Kuratorium entscheiden über die Förderungswürdigkeit der Anträge. Die Sonderausschüttung soll im November erfolgen.  

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