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Eigentümer Dr. Michael Krenn in den Passagen des Centrums: „Die Rathauspassagen gehören zur Stadt“, war eine Präsentation überschrieben, die er bei einem Workshop für Stadträte vorlegte.

Stadt Starnberg

Centrum bleibt eine Immobilie in der Schwebe

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Dr. Michael Krenn, Geschäftsführer des Eigentümers, würde das Starnberger Centrum liebend gerne bald veräußern. Die Verkaufsverhandlungen gehen in die heiße Phase, es gebe bereits seriöse Interessenten. Aber am liebsten wäre es ihm, wenn die Stadt zuschlagen würde.

Starnberg – Wenn Dr. Michael Krenn anfängt, über das Centrum zu reden, wächst seine Begeisterung beinahe sekündlich. „Die Immobilie ist in einem Top-Zustand“, sagt der Geschäftsführer der Eigentümerin Alte Post Flensburg Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. Betriebs KG.

Die Passagen: Ließen sich problemlos ertüchtigen und auf den modernsten Stand bringen. Das fehlende Tageslicht: Ließe sich durch einen Lichthof in weite Teile des Gebäudes holen. Die Tiefgarage mit ihren 307 Stellplätzen: Sei bis auf eine erforderliche Betoninstandsetzung an den Stützen für 645 000 Euro in einem guten Zustand und werfe jeden Monat Gewinn ab. Krenn: „Ich kämpfe dafür, dass das Gebäude nicht schlecht gemacht wird.“

Genau das befürchtet der Geschäftsmann – gerade jetzt, wo er mit den Verkaufsverhandlungen in die heiße Phase einsteigt. Nachdem ein Penthouse, eine Arztpraxis und eine Büroeinheit bereits veräußert sind (wir berichteten), will er nun die anderen Einheiten verkaufen. Vor allem die Passagen sind dabei der Dreh- und Angelpunkt. „Zwei sehr seriöse Interessenten“ gebe es, einer davon aus dem eurasischen Raum, sagt Krenn. Vor anderthalb Wochen waren zudem zwölf Stadträte seiner Einladung zu einem Workshop gefolgt.

Unterstützt von Architekt Walter Mayer, Planer Steffen Szeidl, Rechtsanwalt Christian Gaßner und dem Sachverständigen Dr. Karl Schmidt erläuterte Krenn den aktuellen Zustand und die mögliche Zukunft des Centrums. Denn trotz der beiden „seriösen Interessenten“: Die Stadt wäre Krenn immer noch der liebste Geschäftspartner, auch wenn er das selbst so öffentlich natürlich nicht sagt.

3000 Quadratmeter Fläche bieten die Passagen, davon mehr als 1100 Quadratmeter Nutzfläche entsprechend der Arbeitsstättenverordnung, hat er ausrechnen lassen. Genügend Platz also für neue Büros und Schulungsräume, fürs Stadtarchiv, sogar für einen neuen Sitzungssaal, kurz: für eine Erweiterung der Stadtverwaltung, über die auch Bürgermeisterin Eva John längst nachdenkt.

Sie hat bislang aber keine Anstalten erkennen lassen, die Passagen zu kaufen. Im Gegenteil: John liebäugelt dem Vernehmen nach mit einem Um- beziehungsweise Anbau des Rathauses. „Die Passagen sind definitiv billiger, bieten definitiv mehr Platz, sind schneller zu realisieren, und außerdem ist das Problem damit gelöst“, sagt Krenn dazu, ohne derzeit schon Summen zu nennen.

„Das Problem“ sind zahlreiche juristische Verflechtungen zwischen der Stadt und der Alten Post. Nur einige Beispiele: Das 180 Kubikmeter große Wasserbecken der Sprinkleranlage für Schlossberghalle, Rathaus und Centrum befindet sich in der Tiefgarage (Eigentümer Alte Post). Grundstücke sind stellenweise zu 60 Prozent im Besitz der Stadt und zu 40 Prozent im Besitz der Alten Post. Die Schlossberghalle (Eigentümer Stadt) ruht über der Tiefgarage (Eigentümer Alte Post). Der gläserne Aufzug im Innern des Centrums ist nach Angaben Krenns die einzige Möglichkeit, den Vogelanger von der Hauptstraße aus barrierefrau zu erreichen. 300 Seiten ist der Vertrag dick, der das Verhältnis der beiden Eigentümer untereinander regelt.

Wie es jetzt weitergeht? „Ich habe keine Ahnung, ob und für was sich die Stadt interessiert“, sagt Krenn, der genau darauf gerne eine Antwort hätte. Auch innerhalb des Stadtrats scheint sich noch keine einheitliche Meinung gebildet zu haben. Bis dahin – oder bis zu einem Verkauf an andere Interessenten – bleibt das Centrum das, was es die vergangenen Jahre schon war: eine Immobilie in der Schwebe.

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