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Viele Städte haben ihre eigenen Becher schon, Berlin (Foto) oder Rosenheim etwa. Starnberg will 2018 folgen. 

Cityinitiative

Startschuss für eigenen Pfandbecher

Die Cityinitiative sagt der Vermüllung der Stadt den Kampf an. Der Zusammenschluss vor allem aus Innenstadthändlern hat eine Kooperation mit dem Münchner Pfandbecher-Unternehmen Recup geschlossen – Ziel ist ein eigener Starnberger Pfandbecher. Nun werden weitere Mitstreiter gesucht, drei gibt es bisher.

Starnberg– Allein in München würden täglich rund 190 000 Pappbecher weggeworfen. „Das Ergebnis sehen wir auch hier bei uns in der Stadt“, sagt Gerald Funk, Vorstand der Cityinitiative (CIS). „In Beeten, auf den Gleisen und vor unseren Geschäften fliegen die lästigen Becher umher und verstalten unser Stadtbild.“ Deswegen hat sich die CIS mit Recup zusammengetan und will einen Starnberger Pfandbecher auf den Markt bringen. Derzeit gibt es noch den Standardbecher. „Das ganze System steht und fällt natürlich mit der Zahl der teilnehmenden Cafébetreiber“, erklärt Jan Thunig von der Starnberger Eiswerkstatt, der zusammen mit Renate Ginhold vom Cafe Luna bereits Vorreiter in Starnberg ist. Inzwischen hat sich auch Coffee Fellows an der Seepromenade angeschlossen.

Das Prinzip ist einfach: Kunden kaufen ihren Kaffee günstiger, wenn sie für einen Euro einen Pfandbecher nehmen. Im nächsten Café können sie den abgeben und ihren Euro zurückbekommen. Der Kunststoffbecher, der 500-mal verwendet werden kann, wird gespült und wieder ausgegeben. Teilnehmende Betriebe findet man über eine Smartphone-App.

Die CIS hat Mitglieder und Interessierte über das Projekt informiert – mit Erfolg. „Wir haben bereits einige Interessenten und sogar verbindliche Zusagen“, sagt CIS-Vorstandsmitglied Victoria Lettl, „doch bitten wir noch mehr Gastronomen, sich des Themas anzunehmen und sich bei uns zu melden!“ Mit Bäckereiketten ist die CIS im Gespräch, die Aussichten seien gut. Der Starnberger Becher wird ab einer Mindestmenge an Teilnehmern und Bechern produziert, ist mit einem Gruß und einer Skyline von Starnberg versehen. Anfang 2018 will die CIS soweit sein und den Becher auf den Markt bringen.

Mehr Infos unter der E-Mail-Adresse vorstand@sta-city.de.

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