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Ein Cowboy für die Argonauts

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Von den Cowboys zu den Argonauts: Coach Dan Billadeau gibt nächstes Jahr in Starnberg Kommandos. Foto: fkn
Von den Cowboys zu den Argonauts: Coach Dan Billadeau gibt nächstes Jahr in Starnberg Kommandos. Foto: fkn

Starnberg - Die Starnberg Argonauts haben einen neuen Trainer: Der American-Football-Regionalligist verpflichtete Dan Billadeau, der zuletzt in Diensten der Munich Cowboys stand.

Die Freude über den gelungenen Coup ist Ludwig Kastenmeier immer noch anzumerken. Der Abteilungsleiter der Starnberg Argonauts hat es geschafft, Daniel Billadeau an den Riedener Weg zu lotsen, obwohl der erst im vergangenen Sommer bei den Munich Cowboys vom Defense-Koordinator zum Headcoach aufgestiegen war. „Er ist der letzte Baustein, der uns in unserem Trainerteam noch gefehlt hat“, jubelt Kastenmeier.

Wann gelingt es schon einem Regionalligisten, einen Übungsleiter aus der German Football League zu verpflichten? Die ganze Geschichte klingt zugegebenermaßen etwas seltsam. Billadeau ist als absoluter Hundeliebhaber bekannt. Als im vergangenen Jahr einer seiner zwei Vierbeiner starb, hat dies dem Amerikaner sehr zugesetzt. Für sein hinterbliebenes Tier wünschte sich der Coach in Zukunft mehr Auslauf. Obwohl er sich mit den Cowboys bereits mündlich auf eine Vertragsverlängerung verständigt hatte, sagte er nun den Argonauts wegen seines Haustiers zu, denn die Höhen um den Starnberger See laden förmlich zum Gassigehen ein.

Kastenmeier hat im Sommer bei Gesprächen mit Billadeau herausgehört, dass der 43-Jährige scheinbar nicht restlos von seinem neuen Arbeitgeber überzeugt gewesen ist. „So fix war das nicht mit den Cowboys“, witterte er frühatmosphärische Störungen zwischen dem Erstligisten und dem Coach - und bohrte nach. Aber egal, wo letztlich der Hund begraben ist, Kastenmeier machte den Vertrag mit dem Amerikaner perfekt, der diese Woche in Starnberg erwartet wird.

Bereits in der vergangenen Saison hat sich Billadeau einen ersten Eindruck von den Argos verschafft. „Er weiß, auf was er sich einlässt“, stellt Kastenmeier klar, dass der neue Cheftrainer die Bedingungen in Starnberg genau kennt. Das trifft aber auch auf die Verantwortlichen des Regionalligisten zu. So haben die anderen Übungsleiter wie Jan Radewald, Richard Smith und Kastenmeier selbst schon mit Billadeau zusammengearbeitet, der in Deutschland reichlich Erfahrungen bei mehreren Vereinen gesammelt hat. „Wir kaufen nicht die Katze im Sack“, ist sich Kastenmeier sicher.

Der Argo-Boss hat nicht nur einen Trainer verpflichtet, der ins System passt, sondern einen, der für die nächsten Jahre Kontinuität verspricht. „Er will hier sesshaft werden“, verkündet Kastenmeier den Wunsch seines neuen Übungsleiters. Zusammen mit Billadeau möchte er nun den seit Jahren anvisierten Aufstieg in die Zweite Liga in Angriff nehmen. Der Spartenchef erwartet, dass sein Coach nicht nur bei den Hundehaltern im Verein gut ankommt: „Wir erhoffen uns auch den einen oder anderen Zugang.“ Möglicherweise bleibt Billadeau nicht Kastenmeiers letzter Coup.

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