„Bayerischer Hof“ in Starnberg
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Bleibt ein Dauerthema: der „Bayerische Hof“ in Starnberg

Fraktion will einige Fragen geklärt sehen

CSU lehnt Abriss des „Bayerischen Hofs“ ab

Der „Bayerische Hof“ und dessen Zukunft sind Stadtgespräch in Starnberg. Die CSU will vor einer Debatte im Stadtrat einige Fragen geklärt sehen.

Starnberg – Das Thema „Bayerischer Hof“ soll bei einer der nächsten Stadtratssitzungen besprochen werden, kündigte Bürgermeister Patrick Janik vorige Woche an. Die CSU-Fraktion will bis dahin einige Fragen geklärt sehen, wie die Fraktionsvorsitzenden Thomas Beigel und Ludwig Jägerhuber beantragten. Die Position der CSU ist klar. Wie berichtet, ist das Traditionshotel aus der Zeit um 1865 wegen baulicher Mängel bis hin zur Einsturzgefahr gesperrt – die Einschätzungen über den Zustand gehen allerdings weit auseinander.

„Wir betonen ausdrücklich, dass ein Verkauf des Grundstückes und ein Abriss/Neubau etc. des Bayerischen Hofes – nach derzeitiger Sachlage – nicht zur Diskussion steht“, heißt es in dem Antrag. Die CSU will Gastronomie/Café im Unter- und Erdgeschoss (wie bisher) sowie eine Hotelnutzung inklusive eines untergeordneten Neubaus im rückwärtigen Grundstücksareal. Auch zur Vergabe hat die CSU eine klare Meinung: „Mögliche lnvestoren könnten das Grundstück auf Basis einer möglichen Erbpacht erhalten.“

Allerdings ist das alles, wie die altgedienten Stadträte der größten Fraktion wissen, nicht so einfach, wie es scheint. Ein Punkt ist eine Grunddienstbarkeit, die auf dem „Bayerischen Hof“-Grundstück liegt zugunsten eines Nachbargrundstücks an der Theresienstraße. Die CSU fordert die Verwaltung auf, mit dem Eigentümer des Grundstücks darüber zu verhandeln. Die Dienstbarkeit verhindert, dass in Teilen des Grundstücks gebaut werden darf und damit das andere Gebäude in den Schatten gestellt würde. Die CSU will auch eine Zustandsanalyse der beiden denkmalgeschützten Gebäude – neben dem „Bayerischen Hof“ geht es immer auch um die Alte Oberschule (VHS), da für ein Hotel mehr Platz nötig ist – sowie eine Wirtschaftlichkeitsprüfung einer Sanierung und eine Abstimmung der Ergebnisse mit dem Denkmalschutz. Ebenso soll dann nach Willen der CSU dem Stadtrat das Ergebnis von Gesprächen mit den Mitgliedsgemeinden über einen Alternativstandort der VHS vorgelegt werden. Für die CSU, heißt es in dem Antrag, seien diese Punkte Rahmenbedingungen für einen Investorenwettbewerb, wie ihn der Stadtrat vor zwei Jahren beschlossen hat.

Von Stadtratsfraktionen und Bürgern kamen in den vergangenen Wochen mehrere Vorschläge für eine künftige Nutzung und Bebauung des Areals am Bahnhof See.

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