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Die Starnberger CSU-Spitze und die Kreisvorsitzende: Stefanie von Winning, Robert Weiß, Maurice Hilbig, Ortschef Stefan Frey, Dr. Charlotte Meyer-Bülow, Gisela Rellecke und Thomas Beigel (v.l.).

CSU kritisiert Eva John

Generalabrechnung mit Bürgermeisterin

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Starnberg - Stefan Frey bleibt Vorsitzender der Starnberger CSU. Der 41-Jährige wurde am Dienstagabend einstimmig wiedergewählt. Die Ortshauptversammlung nutzte die CSU auch für eine Generalabrechnung mit Bürgermeisterin Eva John.

Gewiss, Freunde werden die Starnberger CSU und Bürgermeisterin Eva John nicht mehr nach all dem, was in den vergangenen Jahren vorgefallen ist. So nutzte das Führungspersonal der Christsozialen die Ortshauptversammlung am Dienstagabend dazu, mit Johns Stil und ihrer Politik gnadenlos ins Gericht zu gehen

„Wir kriegen Informationen gar nicht, falsch oder zu spät“, sagte Stadtrat und Schatzmeister Thomas Beigel. „Wir werden in stoischer Ruhe belogen, dass es schlimmer nicht geht.“ Ortsvorsitzender Stefan Frey warf John vor, die wirklichen Probleme Starnbergs nicht anzupacken und nicht zu lösen. Stattdessen mache die Bürgermeisterin gemeinsame Sache mit „den Ewiggestrigen und Neinsagern“ von Bürgerinitiative Pro Umfahrung – Contra Amtstunnel (BI) und WPS. „Ich fordere Sie auf, konstruktiv und seriös mitzuarbeiten“, sagte Frey in Richtung John. „Man sollte für eine Lösung sein und nicht immer nur dagegen.“

Der Doppelbeschluss im Stadtrat – Tunnel bauen und Umfahrung planen – stellt für Frey die einzige Möglichkeit dar, Starnbergs Hauptproblem, nämlich den Verkehr, zu lösen. Dass es zu der 19:12-Entscheidung überhaupt gekommen ist, sei „ein kommunalpolitisches Meisterstück“ gewesen, lobte Kreisvorsitzende Stefanie von Winning den Starnberger CSU-Chef.

Darauf ausruhen will sich Frey nicht. Die Steigerung der Innenstadtattraktivität, Pläne für eine umfassende Verkehrsberuhigung und nicht zuletzt die Seeanbindung seien die Themen, die nun angegangen werden müssten. In John hat die CSU dabei kein Vertrauen. „Nur zu schweigen und zu hoffen, dass sich das Problem von alleine löst, kann es nicht sein“, sagte Frey mit Blick auf den Ende des Jahres auslaufenden Bahnvertrag, der eine Schlüsselrolle bei der Seeanbindung spielen kann. „Wir stellen uns diesen Herausforderungen.“

Auch der langgediente Stadtrat Gerd Weger ging hart mit John ins Gericht. Die Innenstadt-Werkstatt mit dem Planungsbüro nonconform (die Aktion mit den gelben Absperrbändern) etwa sei zwar engagiert, letzten Endes aber wenig aufschlussreich gewesen. Generell habe die Bürgermeisterin in der Zusammenarbeit mit dem Stadtrat „keinen vernünftigen Weg“ eingeschlagen.

Für die Starnberger CSU gelte es jetzt, Sachthemen weiter zu bearbeiten und die bevorstehenden Wahlkämpfe erfolgreich zu bestreiten, sagte Frey, der von den 35 anwesenden stimmberechtigen Mitgliedern einstimmig wiedergewählt wurde. Den engeren Vorstand komplettieren die drei neuen stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Charlotte Meyer-Bülow, Gisela Rellecke und Maurice Hilbig, Schatzmeister Thomas Beigel sowie Schriftführer Robert Weiß.

Von den konstant etwa 200 Mitgliedern der Starnberger CSU ist etwa ein Viertel weiblich. Nur jeder Zehnte ist jünger als 35 Jahre. Der Altersdurchschnitt der Parteimitglieder beträgt rund 60 Jahre.

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