Annette Girke mit Vorbild und Bild: Das Werk links zeigt die Skulptur rechts, wie sie am Fenster des Stadtmalerateliers steht.
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Annette Girke mit Vorbild und Bild: Das Werk links zeigt die Skulptur rechts, wie sie am Fenster des Stadtmalerateliers steht.

Ausstellung in der „Galerie 29“

„Die Bilder werden größer“ : Stadtmalerin Annette Girke zeigt neue Werke

Starnbergs Stadtmalerin Annette Girke ist im Februar ins Paul-Thiem-Atelier gezogen. Vor allem während des Lockdowns konnte sie sich kreativ ausleben. Nun sind ihre Werke in der „Galerie 29“ zu sehen.

Starnberg – „Ein Traum! Besser geht es nicht!“ Annette Girke, Starnbergs derzeitige Stadtmalerin, ist begeistert. Seit Februar dieses Jahres arbeitet sie im Paul-Thiem-Atelier und ist glücklich. Die hohen, lichtdurchfluteten Räume, die Konzentration auf die Arbeit, das parkähnliche Grundstück, das sie fast täglich durchquert, bevor sie vor der Leinwand steht und loslegt, das alles macht es ihr so viel leichter, sich ganz auf ihre künstlerische Arbeit zu konzentrieren.

Zu Hause hat sie immer noch ein zweites Leben, das seinen Tribut fordert. Als Mutter zweier Kinder versorgt sie auch ihre Familie. Die Lüpertz-Schülerin nutzt nun jede freie Minute, um sich in das Atelier, das die Stadt seinen Stadtmalern zur Verfügung stellt, zurückzuziehen. Bis Ende Januar 2021 kann sie dort bleiben, dann gibt es eine große Ausstellung mit ihren Arbeiten in der Schlossberghalle – und die Stadt spendiert einen Katalog. Der glanzvolle Höhepunkt eines jeden Künstlers, der oft Türen zu Galerien und Ausstellungen öffnet.

Lockdown als fruchtbare Schaffensperiode

„Vor allem im Lockdown habe ich mich hierher verkrümelt. Es ist so viel hier entstanden“, freut sich die Künstlerin, die demnächst den Starnbergern schon mal einen Teil ihrer neuen Arbeiten zeigt. In der „Galerie 29“ (Hauptstraße 29) in Starnberg, die mit ihren zwei Etagen über ausreichend Platz für ihre meist großformatigen Arbeiten verfügt, ist die Schau „Nature flash““ zu sehen – und natürlich hat die Stadtmalerin auch ein paar Werke ihrer Kollegin Carolin Ehret aus dem gemeinsamen Atelier an der Possenhofener Straße mitgebracht.

Hat sich bei Annette Girke seit ihrem Umzug in das städtische Atelier künstlerisch etwas getan? „Die Bilder werden größer, weil die Räume so hoch sind“, sagt sie. „Ich kann mehr aus dem Arm arbeiten!“ Es ist etwas mehr Wucht und Dynamik in den Bildern, alles wirkt etwas selbstverständlicher, großzügiger. Entstanden sind eine Reihe neuer Naturbilder, die den Park, seine Bäume, das Lichtspiel spiegeln, die Lichtflecken auf dem erdigen Boden und im Blattwerk einfangen, das Ganze ist meist warmes Herbstlicht getaucht, das den Arbeiten spätsommerlichen Glanz verleiht. Dazu zeigt sie ihre ersten Winterbilder, Schneegipfel und Skifahrer im Sessellift und einen auf der Piste posenden Skilehrer. Ein cooler Typ im knallroten Skianzug vor weißer Landschaft. „Das Atelier befreit einen so“, begeistert sich Annette Girke. „Das Licht hier ist zu jeder Tageszeit super!“ Das Licht in ihren Bildern auch.

Die Ausstellung

läuft bis 30. Oktober ganztägig von Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr. Am Freitag, 16. Oktober, sind die Künstlerinnen von 17 bis 20 Uhr, am Samstag, 17. Oktober, von 14 bis 16 Uhr anwesend. Es liegt ein Hygienekonzept vor. Persönliche Termine können vereinbart werden unter 0160-97741838 (Annette Girke) und 0172-1313086 (Carolin Ehret). Mehr Infos www.annettegirke.com und www.carolinehret.com.

Astrid Amelungse-Kurth

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