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Die Ritter vom Starnberger See

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Von: Laura Forster

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Ritterschlag der etwas anderen Art: Im passenden Ambiente wurde Marion Rankel in den Kreis der Bierritter aufgenommen – drei sind es bisher.
Ritterschlag der etwas anderen Art: Im passenden Ambiente wurde Marion Rankel in den Kreis der Bierritter aufgenommen – drei sind es bisher. © Antonia Mattheis

Zum ersten Mal hat „König Ludwig International“ drei Bierritter auf Schloss Kaltenberg gekürt – zwei davon stammen vom Starnberger See. Die Auserwählten sollen die Biermarke des Prinzen von Bayern repräsentieren, der beim „Ritterschlag“ persönlich vor Ort war.

Starnberg/Berg/Feldafing – Marion Rankel ist nicht nur Inhaberin des Wäschegeschäfts „Louisa’s“ an der Bahnhofstraße in Starnberg, die 53-Jährige darf sich seit Ende November auch „Dame Marion, die Stilsichere vom Starnberger See“ nennen und gehört nun zu den Bierrittern. „Der Titel ehrt mich sehr“, sagt Rankel. „Unter meinen Freunden ist das schon zum Running Gag geworden.“ Die Feldafingerin ist nach einem längeren Bewerbungsprozess zusammen mit Markus Mayr aus Berg und Franz Strobl aus der Hallertau auf Schloss Kaltenberg zum königlich bayerischen Bierritter gewählt worden.

„Da das Ritterturnier schon seit zwei Jahren ausgefallen ist, hat sich ,König Ludwig International‘ überlegt, etwas anderes zu machen, was aber auch in die ritterliche Richtung geht“, sagt Pressebeauftragte Susanne Renner im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „So entstand die Idee der Bierritter.“ Mehr als 90 Bewerbungen gingen bei der Brauerei ein – aus allen Bundesländern Deutschlands, aber auch aus den USA. Schlussendlich entschied sich die Jury, bestehend aus Prinz Luitpold von Bayern, einem Braumeister, einem der Organisatoren der Kaltenberger Ritterspiele und einer Mitarbeiterin aus der internationalen Marketingabteilung, für die drei Kandidaten vom Starnberger See und aus der Hallertau.

„Ein Bierritter muss bestimmte Eigenschaften mitbringen“, sagt Renner. „Er sollte eine Affinität zum Bier haben, Gastfreundschaft schätzen, aufgeschlossen sein und bayerische und ritterliche Werte vertreten.“ All diese Voraussetzungen erfüllten die drei Finalisten.

Ende des Jahres war es so weit – der Braumeister schlug Rankel, Mayr und Strobl mit einem Schwert zum Ritter. „Das war ein tolles Erlebnis“, erinnert sich die 53-Jährige. „Es war ein richtig festlicher Abend im Mittelalter-Stil. Wir saßen an einer großen Tafel, es gab Live-Musik, und sogar Prinz Luitpold war dabei.“ Nach der Zeremonie bekamen die Bierritter einen Krug und eine Urkunde mit ihrem neuen Titel überreicht.

Friseur Markus Mayr, ebenfalls mit beruflicher Heimat Starnberg, wurde „Sir Markus, der Erfindungsreiche zu Berg“ getauft. „Ich mag die bayerische Lebensweise und Traditionen“, sagt der 45-Jährige. Per Video hatte er sich bei „König Ludwig International“ beworben. Dass er als Bierritter auserwählt wurde, hat ihn dann doch überrascht. „Aber ich freue mich natürlich.“ Nun heißt es, die Pflichten des Amtes zu erfüllen. „Die Aufgabe im Sinne des Hauses ist es, die Freude am Bier in die Welt zu tragen“, sagt Renner. Pandemiebedingt ist das derzeit nur über die sozialen Medien möglich. „Ich poste regelmäßig etwas auf meinem Instagram-Account. Dafür bekomme ich pro Saison einen Kasten gestellt. Am liebsten mag ich das dunkle Bier“, sagt Rankel.

Auch in anderen, teils weit entfernten Ländern wie der Mongolei und Indonesien sind Bierritter-Wahlen geplant. „Wenn alles gut geht, wollen wir uns kommendes Jahr alle zum Ritterturnier auf Schloss Kaltenberg treffen“, sagt Renner.

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