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Abgas-Manipulationen

Frist zum Nachrüsten manipulierter Autos verstrichen

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Droht den Opfern des Abgas-Manipulations-Skandals jetzt sogar die Stilllegung ihres Autos? Das Starnberger Landratsamt hat fünf Halter angeschrieben.

Landkreis– Der Abgas-Manipulations-Skandal ist noch lange nicht ausgestanden. Die Kfz-Zulassungsstelle der Starnberger Kreisbehörde fünf Fahrzeughalter angeschrieben, die bislang das vorgeschriebene Software-Update noch nicht haben durchführen lassen. Ob sie ihre Autos stilllegen müssen, hat das Landratsamt noch nicht entschieden.

Fünf Autos noch nicht nachgerüstet

Ein Rückblick: Nachdem herausgekommen war, dass Volkswagen Diesel-Fahrzeuge so manipuliert hatte, dass sich geschönte Abgaswerte präsentieren ließen, musste der Konzern rund 2,6 Millionen Autos zur Umrüstung in die Werkstätten zurückrufen. Auch bei Porsche hatte der damalige Bundesverkehrsminister einen Pflichtrückruf angekündigt. VW schrieb die Halter der betroffenen Fahrzeuge an. Doch es gab durchaus Autobesitzer, die der Aufforderung zum Werkstatt-Termin nicht Folge leisteten – zum Beispiel weil sie Nachteile für Leistungsfähigkeit und Fahrverhalten befürchteten. Aktuell hat nun das Kraftfahrzeugbundesamt (KBA) die örtlichen Kfz-Zulassungsstellen darüber informiert, welche Fahrzeuge noch nicht nachgerüstet sind.

Nach Auskunft von Stefan Diebl, Pressesprecher im Landratsamt Starnberg, hat das KBA der hiesigen Kfz-Zulassungsstelle bislang die Kennzeichen von fünf noch nicht nachgerüsteter Autos mitgeteilt.

„Man kann ja nicht sofort mit dem Äußersten reagieren“

„Bei diesen Fahrzeugen gibt es eine Abweichung der tatsächlichen Stickstoffemission von den Angaben, die der EU-Typen-Genehmigung zugrundeliegen“, erklärt Diebl. Die Zulassungsstelle habe die fünf Fahrzeughalter angeschrieben und sie aufgefordert, ihre Autos mit einem Software-Update nachrüsten zu lassen. Das erledigen die autorisierten VW-Werkstätten kostenlos. Die Frist zur Nachrüstung ist Mitte März abgelaufen. „Ein Fahrzeughalter hat seinen Wagen nachrüsten lassen, ein weiterer hat eine Fristverlängerung erbeten“, teilt Diebl mit, „die haben wir ihm gewährt.“ Was die drei Halter angeht, die sich bisher nicht gerührt haben, will das Landratsamt jetzt noch abwarten. „Man kann ja nicht sofort mit dem Äußersten reagieren“, erklärt Diebl.

Die Kreisbehörde werde auch prüfen, ob eine Versagung der Betriebserlaubnis verhältnismäßig ist. Bislang hat in dieser Angelegenheit noch kein entsprechender Bescheid das Landratsamt verlassen.

Rubriklistenbild: © dpa / Marcel Kusch

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