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Wangen aus der Luft: Bei der Dorferneuerung geht es unter anderem um Aufenthaltsqualität und auch ein Wirtshau s.

Dorferneuerung in Wangen

John: Kein Grund zur Beunruhigung

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Wangen - Zahlreiche Einwohner von Wangen fürchten, im Rahmen der Dorferneuerung zur Kasse gebeten zu werden. Im Dorf kursierte sogar eine Unterschriftenliste. Bürgermeisterin Eva John gibt jetzt Entwarnung.

„Sie sind aufgerufen, sich an der Umgestaltung Ihres Dorfs Wangen zu beteiligen ... Es wird bisher jedoch nicht über die Kosten der geplanten Maßnahmen gesprochen.“ Mit diesen Worten beginnt eine „Anfrage an die Stadtverwaltung Starnberg“. 58 Anwohner – die meisten von ihnen aus der Wildmoosstraße – haben die Anfrage auf einer Unterschriftenliste unterzeichnet.

Der Verfasser des Papiers bleibt zwar anonym, spricht aber davon, dass die Bürger laut bayerischer Rechtsprechung mit bis zu 55 Prozent der Kosten an der Dorfsanierung beteiligt würden. Dem widerspricht jetzt Bürgermeisterin Eva John im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „Ob Beiträge nach Erschließungsrecht oder Straßenausbaurecht abgerechnet werden, hängt immer vom Einzelfall ab“, sagt sie.

Generell werde in Wangen nichts gegen die Bürgerschaft entschieden, sagt John über den Dorferneuerungs-Prozess, bei dem es um die Entwicklung und das Bild der Ortsmitte, die Randbedingungen für Freizeit und Soziales, die Vereine, den Verkehr sowie Handel, Landwirtschaft und Gewerbe geht. Der Prozess sehe vor, Planungen nur gemeinsam mit den Bürgern voranzutreiben, sagt John. Und: „Erst wenn alles auf dem Tisch liegt, wird entschieden, was gemacht wird. Die Wangener haben es selbst in der Hand.“ Von Seiten der Stadt gebe es keinen Handlungsbedarf.

Bereits die Idee zur Dorferneuerung war aus Reihen der Bürgerschaft gekommen. Den Anstoß hatte die 1000-Jahr-Feier des Ortes im Jahr 2010 gegeben. Damals war Geld übrig geblieben, das nach einiger Überlegung in diesen Prozess gesteckt wurde. Seitdem gab es Bürgerversammlungen und mehrere Sitzungen der von den Einwohnern gebildeten Arbeitskreise. John weiß das Engagement der Bürger zu schätzen: „Das ist ein ziemlicher Glücksfall.“

Allerdings ist der Prozess etwas ins Stocken geraten, weil zunächst über den Standort für das neue Feuerwehrhaus entschieden werden muss. Derzeit gibt es noch fünf Alternativen, die auf ihre Tauglichkeit hin überprüft werden. Das von der Feuerwehr favorisierte Grundstück des bisherigen Spielplatzes liegt mitten im Ort – und hätte damit unmittelbare Auswirkungen auf eine Dorferneuerung.

Die Bürgermeisterin rechnet damit, dass im ersten Quartal 2017 die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, sodass der Stadtrat im ersten Halbjahr eine Entscheidung treffen kann. Danach könnte auch die Dorferneuerung wieder Fahrt aufnehmen.

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