Dreharbeiten für „Oma ist verknallt“

Zwei kesse Buben – eine Rolle

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Für den Film „Oma ist verknallt“ standen die Zwillinge Konstantin und Leopold Schmidt aus Starnberg einen Monat lang vor der Kamera. Wie es ist, wenn man sich mit dem Bruder eine Filmrolle teilt, erzählen die beiden dem Starnberger Merkur. 

Starnberg – Kamera läuft und bitte! Diesen Spruch bekamen Konstantin und Leopold Schmidt (beide 14) im Herbst vergangenen Jahres öfter zu hören – aber nie gleichzeitig, denn: Die beiden Jungs sind einiige Zwillinge und teilen sich neben ihrer DNA auch die Rolle des zehnjährigen Tom im Film „Oma ist verknallt“. Für den Film, der heute, Freitag, ab 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist, standen Konstantin und Leopold daher zwar gemeinsam, aber nie gleichzeitig vor der Kamera.

Tom (alias Konstantin und Leopold) schreibt mit seinem Papa, gespielt von Florian Panzer, anonyme Liebesbriefe an die unglückliche Oma (Ruth Reinecke). Als Oma sich mit ihrem mysteriösen Verehrer treffen will, droht der Schwindel aufzufliegen. „Es ist eine coole Geschichte“, sagt Leopold. „Aber ich würde für meine Oma keinen Verehrer erfinden.“ Sein Bruder Konstantin stimmt ihm zu. Trotzdem habe den beiden ihre Filmrolle sehr gut gefallen. „Ich mag es, wie Tom und sein Vater immer wieder neue Ideen haben und alles versuchen, damit es Omi besser geht“, erzählt Leopold.

Jeder muss nur die Hälfte des Textes lernen

Auch bei den Dreharbeiten in München hatten die Zwillinge viel Spaß. „Man hat sich jeden Tag gefreut, dass man zum Set fährt“, sagt Konstantin. „Alle Leute am Set und ganz besonders das Regie-Team waren toll“, ergänzt Leopold. Einen Monat lang, von 10. Oktober bis 9. November vergangenen Jahres, schlüpften die Zwillinge in ihre gemeinsame Rolle und verbachten so viel Zeit miteinander. Gab es da auch mal dicke Luft? „Nein, am Set verstehen wir uns immer ganz gut und es macht Spaß, in eine gemeinsame Rolle zu schlüpfen“, erzählt Leopold. Auch Konstantin hat die Vorteile des gemeinsamen Drehens im Blick: „Ich finde es praktisch, wenn wir uns die Rolle teilen“, sagt er. „Dann muss jeder nur die Hälfte des Textes lernen.“

Durch die Arbeitsteilung bringen Konstantin und Leopold auch Schule und Schauspielerei besser unter einen Hut. Wenn mal nur einer der beiden Jungs ans Set muss, nimmt der andere seinem Bruder die Schulsachen mit und sagt ihm, was er nachlernen soll. „Die Produktion versucht auch immer darauf zu achten, dass wir möglichst wenig verpassen. Deshalb hat bisher alles immer ganz gut geklappt “, erklärt Leopold. Dass alles reibungslos funktioniert liegt auch daran, dass die Zwillinge, obwohl erst 14 Jahre alt, mittlerweile schon richtige Schauspiel-Profis sind. Zum ersten Mal vor der Kamera standen die beiden mit acht Jahren. Fernseh-Erfahrungen sammelten die Brüder seitdem bei den Komödien „Sophie kocht“ mit Annette Frier, „Lügen haben schöne Beine“ und „Neid ist auch keine Lösung“.

Leopold: „Schauspielern ist ein cooles Hobby.“

Am Schauspielern gefällt Leopold, dass er Neues lernt und viele nette Menschen trifft. Konstantin ist außerdem begeistert von der Technik am Set. Ob die beiden zukünftig auch beruflich schauspielern wollen, wissen sie aber noch nicht. „Im Moment ist es ein cooles Hobby. Ich hab aber noch keine Ahnung, was ich später machen möchte“, sagt Leopold. Auch Konstantin ist sich noch unsicher, fände es aber toll, auch in Zukunft ab und zu zu drehen. Heute lehnen sich die Zwillinge aber erst einmal entspannt mit ihrer Familie auf dem Sofa zurück und schauen zu, wie sie im Film „Oma ist verknallt“ über den Bildschirm flimmern.

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