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Mit mittelalterlichen Klängen eröffneten die vier Spielleute des Ensembles „Bordunitas“ am Freitagabend im Schatten der St. Josef-Kirche das Schlossfest. Die Gruppe kommt aus Eisenburg bei Memmingen.

Schlossfest

Reise ins Mittelalter und die Renaissance

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In Mittelalter und Renaissance darf sich der Besucher des Starnberger Schlossgartens an diesem Wochenende zurückversetzt fühlen. Er ist Mittelpunkt des Schlossfestes, das bis Sonntag dauert.

Starnberg– Ein historischer Markt, schwertkämpfende Ritter, Bogenschützen, Lagerleben im Burggraben, Schmieden am offenen Feuer, Falkner-Vorführungen, Feuerschlucker und anderes mehr holen das Mittelalter nach Starnberg zurück. Am Freitagsabend war im Garten zwischen St. Josef-Kirche und Schloss Auftakt zum dritten Schlossfest. Zwei Stunden später setzte das Burghofsingen im Innenhof des Schlosses den ersten kulturellen Höhepunkt.

Bürgermeisterin Eva John begrüßte Darsteller, Händler, Musiker und das langsam, trotz aufziehender Wolken, anwachsende Publikum auf der „herzoglichen Höhe“ Starnbergs. Sie wünschte allen, dass Petrus für die drei Festtage ein Einsehen haben und die Himmelsschleusen geschlossen halten möge.

Darauf hofft auch Angela Luitgard. Die Starnberger Schneiderin ist auch jetzt beim dritten Schlossfest-Markt dabei und bietet auf dort Gewänder aus dem Mittelalter und der Renaissance. Die hat sie allesamt selbst nach authentischen Vorlagen entworfen und genäht. „Es kommen nur natürliche Stoffe wie Baumwolle, Leinen, Wolle und Seide zur Verarbeitung, da ist nicht eine Kunstfaser im Spiel“, versichert die Starnbergerin. Wer sind ihre Kunden? Unlängst hat sie Brautpaar und Gäste einer Hochzeit im mittelalterlichen Aufzug ausstaffiert. „Mitwirkende und Besucher von Mittelaltermärkten decken sich auch bei mir ein.“

Förderer des Handspinnens

Eine etwas weitere Anreise hat Sabine Rupprecht auf sich genommen. Sie lebt und arbeitet als Töpferin in Altdorf bei Nürnberg. Und ist das erste Mal in Starnberg dabei und auch das este Mal auf einem mittelalterlichen Markt.

Ein uraltes Handwerk präsentieren einige Mitglieder der Handspinngilde. Der deutschlandweit verbreitete gemeinnützige Verein zur Förderung des Handspinnens hat seinen Sitz in Biberach bei Augsburg. Neben vier Damen aus seiner Gilde sitzt auch Uwe Weißmann aus Olching an einem Spinnrad im Schlossgarten. Die Vereinsmitglieder betreiben ihre Spinnerei ausschließlich als Hoby. „Wenn wir davon leben müssten, wären wir innerhalb weniger Tage verhungert“, erzählt Weißmann. An einem 100-Gramm-Knäuel Wolle spinnt man nämlich drei bis fünf Stunden, je nach Dicke des Fadens. „Und diesen Aufwand zu bezahlen, ist niemand bereit“, weiß Weißmann.

Weiter geht es an diesem Samstag mit klassischer Musik und Jazz, beide Musikstile werden bei „Orpheus has just left the building“ gegenübergestellt (ab 20 Uhr im Schlosshof).

Am Sonntag können Kinder ab fünf Jahre im Schlosshof (11 Uhr) „Die Reise der Feder in den Nirgendwald“ erleben – dabei handelt es sich ein szenisches Konzert mit Tanz.

Udo Wachveiitl als Erzähler

Eine Premiere gibt es beim Schlossfest ebenfalls: Sonntag ab 20 Uhr entführen Christian Gruber und Peter Maklar mit ihren Gitarrenstücken rund um die Welt und in vergangene Zeiten, von der Antike bis zur Gegenwart, von Klassik bis Rock. „Eine Geschichte der Welt in neun Gitarren“ heißt das von Ole Schultheis inszenierte Spektakel. Erzähler ist der bekannte Schauspieler und Tatort-Kommissar Udo Wachveitl.

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