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Mit dieser Skizze warb der Kreis bisher für die Fachoberschule in Starnberg. Nun könnte, falls es keine Einigung über einen Bauplatz in Starnberg gibt, auch Gauting als Standort in Frage kommen.

Schulstandort

Droht Starnberg der Verlust der FOS?

Bei den Grundstücksverhandlungen für einen Standort der Fachoberschule (FOS) in Starnberg gibt es kaum Fortschritte. Nun prüft die Stadt andere Flächen als Angebot an den Kreis. Der ist auf alles vorbereitet.

Starnberg/Gauting – Die Standortsuche für die Fachoberschule (FOS) gewinnt an Dynamik – und das nicht unbedingt zum Vorteil der Stadt Starnberg. Das Kultusministerium hat erklärt, es wäre auch mit einer FOS in Gauting einverstanden. Am Montag im Stadtrat soll das Thema öffentlich behandelt werden, fordert die Bürgerliste. Einen würde das freuen: Landrat Karl Roth, der andere Termine abgesagt hat, um bei der Sitzung dabei zu sein. Würde die Standortfrage nichtöffentlich behandelt – wie geplant –, dürfte Roth nicht zuhören.

Bürgermeisterin Eva John hatte, wie berichtet, dem Landrat nahegelegt, angesichts der zu erwartenden Größe der FOS ein anderes Grundstück zu nehmen. Die Stadt werde dabei jede Unterstützung leisten. Gleichzeitig hatte die Stadt in den Erbbaurechtsvertrag Eckpunkte hineingeschrieben, die für den Kreis inakzeptabel waren. Seit fast neun Monaten gab es in dieser Sache keine Fortschritte. Nun soll die Stadt Alternativen vorschlagen, vor allem die Fläche nördlich des Creativ-Centers an der Gautinger Straße – darum geht es am Montag im Stadtrat.

Möglicher Gewinner wäre Gauting

Der Landkreis hat sich schon einen Plan B zurückgelegt, der eigentlich ein Plan G ist – G wie Gauting. Roth ließ auf Anfrage ausrichten, am Tag nach dem Scheitern des Standortes Starnberg werde er in Gauting vorstellig. Mit der Gemeinde gesprochen wurde bereits, und einen Vorschlag für einen FOS-Standort hatte sie auch schon einmal: ein Areal nahe des S-Bahnhofs Stockdorf. Dass ein Ortswechsel unproblematisch wäre, belegt ein Schreiben des Ministerialbeauftragten Konrad Maurer vom Ministerium an Stadträtin Angelika Wahmke (BLS). Darin heißt es: Das Ministerium werde sich „sicher nicht verschließen, falls Herr Landrat Roth einen Alternativstandort – d. h. ggf. nicht mehr die Stadt Starnberg, sondern einen anderen Ort im Landkreis – vorschlägt, an dem schneller eine umfassende Dauerlösung gefunden werden kann. Dies gilt insbesondere, wenn dieser Standort an der gleichen S-Bahn-Linie und näher an München liegt, weil dort von einem gleich hohen oder tendenziell sogar höheren Bedarf ausgegangen werden kann.“

Derzeit hat es der Landkreis nicht sehr eilig mit dem Neubau, weil er für die nächsten Jahre Provisorien angemietet hat. Der Standort Seilerweg gilt als klein und eng, die Schule müsste fünfgeschossig werden. Die Alternative am Creativ-Center halten viele für abwegig: Der Baugrund ist offenbar miserabel, ein Teil steht unter Natur- und Landschaftsschutz. Es gibt aber auch Überlegungen zu anderen Standorten, etwa den heutigen Tennispark an der Gautinger Straße. 

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