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Baubeginn, so hoffen die Organisatoren, soll Anfang 2017 sein.

Eigeninitiative statt Lamentieren

Landkreis – Mit Eigeninitiative statt Lamentieren soll Wohnen im Landkreis Starnberg auch in Zukunft möglich sein. Der Unternehmerverband UWS und die Wirtschaftsfördergesellschaft gfw sind optimistisch, den Spatenstisch für ein erstes gemeinsames Wohnbauprojekt Anfang 2017 zu setzen.

Viele, vor allem mittelständische Unternehmen im Landkreis Starnberg klagen über wachsenden Fachkräftemangel. Die potenziellen Mitarbeiter können sich das Leben zwischen Starnberger und Ammersee nicht leisten. Das Wohnen ist ihnen im Fünfseenland zu teuer. Statt auf die Politilk zu hoffen, der oftmals die Hände gebunden sind, haben die im Verband UWS organisierten Unternehmer nach Möglichkeiten gesucht, Wohnraum zu schaffen – zeitnah. 

Unternehmer hoffen auf Baugrund auf Erbpachtbasis

Mit ins Boot hat sich der UWS die Wirtschaftsfördergesellschaft gfw geholt. Das gemeinsame Projekt stellte UWS-Mitglied Stefan Klein von der Ehret + Klein Real Estate Competence GmbH gestern beim dritten und abschließenden Wohnbauformum der gfw im Landratsamt vor. Bei seiner anstehenden Verbandsversammlung soll der UWS dieses Projekt mit einem Grundsatzbeschluss auf den Weg bringen soll. 

Für ihre Idee nutzen Unternehmer und gfw ihre Netzwerke, insbesondere die Einbindung lokaler Banken und den Zugang zur Poliitik. Von dem ursprünglichen Gedanken, die öffentliche Hand ins operative Geschäft mit einzubeziehen, ist man wieder abgekommen. Das Erreichen des gemeinsamen Ziels werde durch EU-rechtliche Schranken unnötig erschwert und verteuert, erläuterte Klein. Aber auf die Unterstützung der Kommunen wollen und können die Unternehmer nicht verzichten. Von ihnen erhoffen sie sich Baugrund auf Erbpachtbasis. 

Kleinere Wohnung fehlen: Mehr Singles und kleinere Haushalte

Auch Kirchenstiftungen und private Grundbesitzer könnten Partner sein. Gespräche mit den Gemeinden und den Finanzgebern laufen bereits. Sollte alles so laufen, wie sich der UWS das vorstellt, soll das erste Projekt im Herbst dieses Jahren starten. Baubeginn wäre dann womöglich schon Anfang 2017. Klein rechnet mit Baukosten von 1400 Euro pro Quadratmeter: „Wertige Architektur ist auch zu günstigen Preisen möglich.“ 

Die Vermietungsphase zur Kostenmiete stellt sich Klein über 30 Jahre vor. Danach könnten die Gebäude auch anderweitig genutzt werden, zum Beispiel als Sozialwohnungen. Die Unternehmer haben mit ihrem Projekt auf die Ergebnisse der beiden ersten Wohnbauforen und ein Gutachten zum Thema Wohnen im Landkreis Starnberg reagiert, das die gfw beauftragt hatte. Danach können immer weniger Menschen angemessene Unterkünfte leisten, die Bautäigkeit im Landkreis liege weit unter dem Bedarf. Da die Haushalte kleiner geworden seien und die Zahl der Singles steige, fehlten kleinere Wohnungen. 

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