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B2-Tunnel in Starnberg: „Ein Meilenstein“ ist laut Bauamt schon geschafft

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Von: Peter Schiebel

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Nach München geradeaus, zum Landratsamt rechts ab – und ins Gewerbegebiet links ab: So ist künftig die Regelung an der Kreuzung Münchner Straße/Standbadstraße/Petersbrunner Straße. Der Durchstich der Petersbrunner Straße soll in einem Monat freigegeben werden.
Nach München geradeaus, zum Landratsamt rechts ab – und ins Gewerbegebiet links ab: So ist künftig die Regelung an der Kreuzung Münchner Straße/Standbadstraße/Petersbrunner Straße. Der Durchstich der Petersbrunner Straße soll in einem Monat freigegeben werden. © Andrea Jaksch

Der Durchstich der Petersbrunner Straße ist so gut wie fertig. Nach den Asphaltierungsarbeiten an den vergangenen zwei Wochenenden sind nun noch kleinere Aufgaben zu erledigen. Das Staatliche Bauamt spricht von einem „Meilenstein“ im Rahmen des Tunnelprojekts.

Starnberg – Der Asphalt ist fertig, die Markierungen sind aufgebracht, nun fehlt nur noch, dass die Sperren wegkommen und das Einfahren in die Petersbrunner Straße möglich ist. Seit dem Wochenende ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der Zulaufstrecke Nord im Rahmen des Tunnelprojekts in Starnberg nahezu fertig – der Durchstich der Petersbrunner Straße.

„Wir liegen im Zeitplan“, sagt Raphael Zuber, Tunnel-Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt in Weilheim. Und der sieht vor, dass der Durchstich zwischen Mitte Dezember und Weihnachten für den Verkehr freigegeben wird (wir berichteten). Was bis dahin noch zu tun ist? Im Bereich des Wendehammers muss der Gehweg noch hergestellt und gepflastert werden, eine Gas- und eine Stromleitung samt Hausanschlüssen in der Petersbrunner Straße sind noch zu verlegen, und natürlich müssen noch die erforderlichen Verkehrsschilder aufgestellt werden. „Das ist der normale Lauf“, sagt Zuber über die Reihenfolge der Arbeiten.

Die letzten Asphaltierungsarbeiten auf der Petersbrunner Straße sollen in der ersten Dezemberwoche beginnen. „Dann sind wir kurz vor Weihnachten fertig.“ Das selbst gesteckte Ziel werde damit erreicht. Rund 3,5 Millionen Euro sind dann in dem Bereich verbaut – bislang bezahlt vom Bund, eine sogenannte „Kreuzungsvereinbarung“ mit der Stadt muss noch geschlossen werden. Zuber spricht in dem Zusammenhang von einem „Meilenstein für die Außenwirkung“. Die neugestaltete Kreuzung und die neue Mittelinsel ein Stück weiter stadteinwärts seien „ein klares Bild, dass der Tunnel kommt“.

Bauamt: Arbeiten liefen nach Plan

Dabei seien die Arbeiten bislang nicht so einfach gelaufen, wie sich das Bauamt das vorgestellt habe, gibt Zuber zu. Die hohe Verkehrsbelastung auf der B 2 mache es unmöglich, mal schnell in den Verkehr einzugreifen, indem man eine Spur wegnehme oder vorübergehend eine Ampel aufstelle. So hätten die Vorbereitungen nur für die Arbeiten an den vergangenen beiden Wochenenden drei Monate gedauert, inklusive der Absprachen mit Landratsamt, Polizei und Baufirma, sagt Zuber.

Darüber hinaus habe es bei der Verlegung der Sparten, also der Leitungen und Kanäle, die eine oder andere Überraschung gegeben. „Man trifft auf Leitungen, auf die man nicht hätte treffen sollen.“ Auch das sei aber nicht ungewöhnlich, schließlich sei vieles bereits vor Jahrzehnten verlegt worden.

Mit dem Abschluss der Arbeiten und der Freigabe der Petersbrunner Straße in einem Monat beginnen auf der Tunnelbaustelle die Winterferien. Weiter geht es, je nach Witterung, im März/April 2021. Dann rücken die Arbeiter auf der nördlichen Seite der Münchner Straße weiter vor in Richtung Moosstraße und Gautinger Straße. Im Süden ist zudem geplant, dass die Bayernwerke entlang der B 2 bis zu dem großen Zwischenlager am Ortseingang eine Mittelspannungsleitung verlegen. „Die Tunnelbohrmaschine braucht eine eigene Stromversorgung“, erklärt Zuber dazu.

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