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Einbruchswelle in und um Starnberg: Polizei verstärkt Streifen

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Von: Tobias Gmach

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Einbruch
Die aufgehebelte Terrassentür: Das Sinnbild für die vielen Einbrüche in der letzten Zeit im Raum Starnberg. © Philipp von Ditfurth / dpa

Die Einbruchsaison beginnt im November, die Polizei kennt das. Doch heuer häufen sich die Fälle enorm: Allein im Raum Starnberg gab es seit Anfang des Monats 14 Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Darum fahren die Beamten nun verstärkt Streife.

Landkreis – Die Pandemie und die politischen Maßnahmen hatten und haben auf fast alles Auswirkungen. Sogar auf die Einbruchszahlen. Zumindest im vergangenen Jahr war das so. Weil im November 2020 der Lockdown begann, waren viele Leute oft daheim. Deshalb kann sich Friedrich Kaiser von der Starnberger Polizei an „vielleicht ein, zwei Einbrüche“ im vergangenen Winter erinnern. Doch die neue „Einbruchsaison“, die in der Polizeisprache im November anfängt, verläuft ganz anders. 14 Fälle verzeichnen Kaiser, Leiter der zuständigen Ermittlungsgruppe, und Kollegen seit Anfang des Monats alleine im Raum Starnberg. Und damit sind nur Wohnungen und Wohnhäuser gemeint. Auch ein Radgeschäft und ein Tattoo-Studio nahmen die Täter ins Visier.

Das aktuellste Beispiel: zwei Einbrüche am selben Tag in der selben Straße. Wie die Polizei gestern berichtete, waren unbekannte Täter am Montag an der Carolinenstraße in Söcking zugange. Aus einer Wohnung entwendeten sie vorwiegend Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. In die andere schafften sie es auch mit Gewalt nicht. Bei beiden Taten entstand durch das Aufhebeln der Fenster jeweils Sachschaden von rund 500 Euro.

Sogar 40 000 Euro Wert ist die Beute (Bargeld und Schmuck) eines Einbruchs in der Söckinger Straße in Starnberg vom vergangenen Freitag. Auch am Mühleich in Starnberg hebelten Unbekannte zwischen Freitag und Dienstag eine Terrassentür auf. „Da das Anwesen jedoch gerade verkauft und an den neuen Eigentümer übergeben wurde, befanden sich keine lohnenden Wertsachen im Gebäude. Dennoch entstand auch hier Sachschaden“, schreiben die Beamten.

Ein echtes Muster kann Polizist Kaiser nicht erkennen – außer dass die Täter fast immer durch schlecht einsehbare, von der Straße abgewandte Fenster und Terrassentüren einsteigen. Auch für eine organisierte Bande, die ihr Unwesen am Starnberger See treibt, gebe es keine Anhaltspunkte. Dass derzeit kein echter Lockdown herrscht, ist für Kaiser der Hauptgrund, warum es deutlich mehr Einbrüche als in der vergangenen Saison gibt. „Die Leute gehen mehr raus, in vielen Häusern brennt kein Licht“, sagt er.

Neben der Stadt Starnberg ist das Ostufer derzeit ein Brennpunkt. Nicht nur dort wird man nun öfter uniformierte Beamte sehen. Kaiser kündigt an: „Wir fahren verstärkt Streife.“

Von der Polizei gemeldete Einbrüche seit 1. November

– Zwischen Dienstag, 2., und Donnerstag, 4.11: Lüderitzweg in Berg

– Mittwoch, 3.11.: Hörwarthstraße in Berg

– Mittwoch, 3.11.: Buchhofstraße in Percha

– Samstag, 6.11., oder in den Tagen zuvor: Wernbergstraße in Starnberg

– Samstag, 6.11.: Hofbuchetstraße in Starnberg

– Freitag, 12.11.: Greinwaldstraße in Tutzing (Tattoo-Studio)

– Wochenende, 13./14.11.: Hauptstraße in Starnberg (Fahrradgeschäft)

– Montag, 15., oder Dienstag, 16.11.: Max-Emanuel-Straße in Starnberg

– Zwischen Dienstag, 16., und Sonntag, 21.11.: Ottostraße in Starnberg

– Zwischen Mittwoch, 17., und Freitag, 19.11.: Wankstraße in Aufkirchen

– Freitag, 19.11.: Söckinger Straße in Starnberg

– Zwischen Freitag, 19., und Dienstag, 23.11.: Am Mühleich in Starnberg

– Sonntag, 21.11.: Rosenstraße in Starnberg

– Montag, 22.11.: Carolinenstraße in Söcking (zwei Fälle)

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