Menschen beim Open Air Kino im Seebad Starnberg
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So dicht an dicht wird diesmal nicht bestuhlt: Wegen der Corona-Auflagen finden in diesem Sommer maximal nur 350 Menschen beim Kino-Open-Air im Seebad Platz.

Open-Air-Kino im Seebad beginnt diesen Samstag

Eine Plattform für die Kultur und eine Weltpremiere

  • Katja Brenner
    vonKatja Brenner
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Großes Kino unter freiem Himmel: Nach Sonnenuntergang sind im Starnberger Seebad wieder drei Wochen lang Filme zu sehen.

Starnberg – Morgen geht es los: Das Starnberger Seebad verwandelt sich für 23 Abende mit Einbruch der Dunkelheit in ein Open-Air-Kino. Neben Filmen – darunter ein paar echte Klassiker – soll es auch Musik geben.

Kinobetreiber und Open-Air-Organisator Matthias Helwig wünscht sich „schöne, entspannende Abende“. Mit dem Open-Air-Kino will Helwig jedoch auch „ein Zeichen setzen“, Kulturschaffende einbinden und ihnen eine Plattform bieten. Daher wird es nicht nur Filme jedweden Genres zu sehen geben. An drei Abenden kommen auch Musikfreunde voll auf ihre Kosten.

Klassiker und Aktuelles, dazu Musik

Bevor am 8. August der Klassiker „Manche mögen’s heiß“ läuft, spielt das Trio „Café Voyage“. Die „Busstop Rokkers“ kommen, wenn am 16. August „Blues Brothers“ in der Extended Edition, einer Langversion, zu sehen ist. Schon am Abend zuvor tritt die „Allotria Jazz Band“ auf, vor dem Film „Green Book“, einer, wie Helwig sagt, „warmherzigen Geschichte über Rassenkonflikte“, die nun wieder an Aktualität gewinne.

Wie durch das Fünf-Seen-Filmfestival, das nur zwei Tage nach dem Open-Air an gleicher Stelle eröffnet wird, sollte sich das Thema Bewegung – nachträglich ergänzt um den coronabedingten Stillstand – durch das Programm des Open-Air-Kinos ziehen.

Hauptdarsteller kommen ins Seebad

Zwar wird es heuer keinen Eberhofer-Krimi geben, da der neueste vom Verleih noch zurückgehalten wird. Dafür zeigt Helwig aber mit „Ausgrissn! – In der Lederhosn nach Las Vegas“ ein „skurril-bayerisches Roadmovie“, zu dem sich die Hauptdarsteller, die Brüder Julian und Thomas Wittmann, am 11. August im Seebad die Ehre geben. Regisseur Marcus H. Rosenmüller kommt mit Musiker Sebastian Horn am 7. August, um Rosenmüllers Dokumentarfilm „Dreiviertelblut“ über die gleichnamige Band zu besprechen.

Zwar geht Helwig davon aus, dass „wegen der herrschenden Situation viele Menschen lieber im Freien sind“, er die genehmigte Zuschauerzahl von 350 aber „bei Weitem nicht ansatzweise erreichen“ werde.

Kurzfilm eines Wörthseers als Premiere

Für keine der Vorstellungen kann man reservieren, die Karten sollte man am besten gleich online kaufen. Der Einlass erfolgt ab 20 Uhr im hinteren Bereich des Strandbads, die Filme beginnen mit Einbruch der Dunkelheit gut eine Stunde später. In der Schlange und abseits des Sitzplatzes gilt Maskenpflicht. Wenn es stürmt, laufen die Filme im Starnberger Breitwand-Kino. Auch wenn bestuhlt ist: Wer möchte, darf sich auch seine eigene Sitzgelegenheit, etwa eine Picknick-Decke, mitbringen.

Auch wenn nur wenige ganz neue Filme beim Kino-Open-Air zu sehen sein werden: Eine Premiere gibt es. Noch vor dem Eröffnungsfilm läuft der preisgekrönte Kurzfilm „Come Closer“ des Wörthseers Axel Werner (wir berichteten). In der blauen Stunde gedreht, wird „Come Closer“ auch in dieser gezeigt. Werner: „Es könnte sich nicht schöner fügen.“

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