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Neue Qualität am Georgenbach: Die Arbeiten an Weg und Ufer sollen Ende Mai abgeschlossen sein. Die Verkehrsregelung auf der Wittelsbacherstraße bleibt.

Verkehr in Starnberg

Wittelsbacherstraße: Eine Richtung reicht

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Starnberg - Das wird manchen nicht gefallen, den meisten wohl schon: Die Wittelsbacherstraße in Starnberg bleibt auch nach Ende der Bauarbeiten am Georgenbach im nördlichen Teil eine Einbahnstraße. Die Stadt will so eine unnötige Verwirrung von Autofahrern vermeiden.

Die Überlegungen und Konzepte des Verkehrsentwicklungsplanes für Starnberg zeigen erste Auswirkungen: Die Wittelsbacherstraße soll im nördlichen Teil auf Dauer Einbahnstraße bleiben. Bürgermeisterin Eva John begründet dies mit den beschlossenen Varianten für die Innenstadt, die das auch vorsehen, aber noch nicht in allen Details ausgearbeitet sind. Allerdings braucht die Stadt dafür wieder eine andere Behörde, mit der das Verhältnis nicht immer das Beste ist – das Landratsamt.

Seit Frühjahr vorigen Jahres ist die Wittelsbacherstraße zwischen Ludwigstraße und Tutzinger-Hof-Platz eine Einbahnstraße in Richtung B 2. Grund ist die Baustelleneinrichtung für die Neugestaltung des Georgenbachwegs, die eigentlich im November hätte erledigt sein sollen. Wegen diverser Verzögerungen wurden die Bauarbeiten im Winter eingestellt und vor wenigen Tagen wieder aufgenommen. Derzeit laufen Pflasterarbeiten, sagt die Bürgermeisterin. Sie rechnet Ende Mai mit der Fertigstellung.

Dann könnte die Wittelsbacherstraße wie früher wieder in beiden Richtungen geöffnet werden, wird sie aber nicht. Denn: Der Projektausschuss Verkehr hat sich auf zwei Varianten einer Verkehrsführung in der Innenstadt verständigt, die die Verkehrsplaner von SHP aus Hannover vorgelegt hatten. In Variante 5 wie in der für später angedachten Variante 8 ist die nördliche Wittelsbacherstraße Einbahnstraße Richtung B 2. Für die Planung und Umsetzung der neuen Regelung plant die Stadt Eva John zufolge für Juni eine Öffentlichkeitsbeteiligung und dann die Möglichkeit für alle Bürger, ihre Meinung zu sagen – danach werden die Konzepte endgültig beschlossen. Würde man für einige Monate die Verkehrsführung wieder zurückdrehen, würde dies Verkehrsteilnehmer nur verwirren, sagt die Bürgermeisterin – ein Argument, dass auch seitens der Polizei öfter ins Feld geführt wird. Die Ordnungshüter übrigens äußern sich auch zu diesem Verkehrsplan nicht, solange sie nicht die Gesamtplanung kennen. Das Gespräch darüber – und über den Richtungswechsel auf der Rheinlandstraße – soll in zehn Tagen stattfinden.

Autofahrer haben sich an Neuregelung gewöhnt

Die Erfahrung nach einem Jahr Einbahnstraße zeigt jedoch, dass sich Verkehrsteilnehmer daran gewöhnt haben – und dass viele Autofahrer die Innenstadt meiden. Die Verkehrsmenge auf vielen Straßen nämlich hat abgenommen, meinen Beobachter – außer auf der Kaiser-Wilhelm-Straße, dort fließt mehr Verkehr. Insgesamt hat sich die Lösung aber bewährt, anfangs befürchtete Staus beim Abbiegen am Tutzinger-Hof-Platz sind weitgehend ausgeblieben.

Dass diese Lösung funktioniert hat, ist der Grund, warum das Landratsamt sie bisher geduldet hat. Eigentlich hätte die Stadt wegen der Folgen für die B 2 dafür eine Genehmigung gebraucht, erklärte Kreissprecherin Barbara Beck. Wolle die Stadt die Einbahnregelung nun auf Dauer festschreiben, müsse die Kreisbehörde diesmal zustimmen. Ein Antrag liege derzeit aber noch nicht vor.

In jedem Fall will Eva John die Beschilderung dann neu strukturieren. Ob es an der Wittelsbacherstraße dann weitere Parkplätze gibt, sei noch offen.

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