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Die Tutzinger Hütte hatte im Sommer 2018 dank des guten Wetters viele Übernachtungsgäste.

Deutscher Alpenverein

Eine super Saison für Bergfexe

Am Ende des bayerischen Bergsommers ziehen die drei Sektionen des Deutschen Alpenvereins im Landkreis Starnberg - Starnberg, Tutzing und Vierseenland - eine positive Bilanz. Im Herbst stehen nun an einigen Hütten Sanierungsarbeiten an. 

Landkreis – Die Tage werden kürzer, der Wind frischer, die Temperaturen sinken auch irgendwann – langsam, aber sicher geht der bayerische Bergsommer zu Ende. Zeit für eine erste Bilanz: Und die drei Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV) im Landkreis – Starnberg, Tutzing und Vierseenland – blicken mit Freude zurück. „Wir hatten heuer eine super Saison“, freut sich Angelika Paege von der Sektion Starnberg. Sie betreut seit zwei Jahren als Hüttenreferentin die Hörnlehütte in den Ammergauer Alpen. An einem schönen Wochenende seien schon mal gut 1200 Essen rausgegangen, berichtet Paege.

Die Mitgliederzahl der Sektion blieb den Sommer über konstant bei rund 2340 Mitgliedern. „Bei den Kindern stieg die Mitgliederzahl zuletzt aber an“, sagt Paege. „Der Verein verjüngt sich, und darüber freuen wir uns sehr.“ Der Grund für die jungen Neuzugänge: Vor drei Jahren erhielt die Sektion einen Kletterturm, der unter Kindern und Jugendlichen heiß begehrt ist. Die Neuzugänge habe man aber auch der aktiven Arbeit der Jugendleiter in Starnberg zu verdanken, betont Paege.

Oben auf der Hörnlehütte freuen sich derweil auch Josef und Franziska Schwinghammer über die guten Besucherzahlen im Sommer 2018. Sieben Prozent mehr Übernachtungsgäste als üblich hatten die Hüttenwirte heuer. Die größten Veranstaltungen kommen erst noch. So werden einige Bergmessen an der 1390 Meter hoch gelegenen Hörnlehütte gefeiert. Bereits am kommenden Samstag, 15. September, fällt um 16 Uhr der Startschuss zum Bad Kohlgruber Hörnle Berglauf. Anmeldungen nimmt der Ski Club Bad Kohlgrub unter z (0 88 45) 93 14 entgegen. Läufer können sich am Samstag auch noch vor Ort am Dorfplatz anmelden.

Hochkopfhütte war jedes Wochenende belegt

Die DAV-Sektion Vierseenland hat gerade erst eine große Veranstaltung hinter sich. „Am Wochenende waren bestimmt 300 Leute bei der Bergmesse auf der Hochkopfhütte“, berichtet Sektionsvorsitzender Herbert Petsch. „Es haben sich viele Besucher zu uns auf den Weg gemacht.“ Den Sommer über sei die Hochkopfhütte jedes Wochenende belegt gewesen. Insgesamt 332 Übernachtungen verbuchten die Hüttenwarte Thomas Jäger und Tom Fischer bisher. „Dieses Jahr war ein bisschen mehr los als in den letzten Jahren“, sagt Petsch. Das liege einerseits am überdurchschnittlich guten Wetter und andererseits daran, dass die Vierseenland-Sektion vor zwei Jahren eine eigene Geschäftsstelle eingerichtet habe. „Jetzt können wir die Belegung schneller regeln“, erklärt Petsch.

Derzeit verzeichnet die Sektion 2769 Mitglieder. Damit sie alle wohlbehalten zu der 1299 Meter hoch gelegenen Hütte oberhalb des Walchensees gelangen, steht demnächst wieder eine Sanierung des Weges an, der zur Hütte führt. Spätestens im Frühjahr 2019 sollen Wasserabläufe gereinigt und neu gesetzt sowie die seitlichen Befestigungen am Weg erneuert werden.

An der Tutzinger Hütte wird gewerkelt

An der Tutzinger Hütte wird bereits von Herbst an gewerkelt. „Am Eingang der Hütte wollen wir eine Brandschutzleitung montieren“, sagt Axel Reisacher, erster Vorsitzender der DAV-Sektion Tutzing. Bereits bis zum Ende der Saison an Allerheiligen sollen die Arbeiten erledigt sein.

Thomas Jauernig freut sich darüber, dass er seinen ersten Sommer als Hüttenwart der Tutzinger Hütte erfolgreich absolviert hat. „Wir hatten eine Bombensaison“, schwärmt er. „Der Sommer war gigantisch.“ Bis Ende August empfing er mit seiner Frau Sabine und Schwägerin Christine Seemüller auf der Tutzinger Hütte 6000 Übernachtungsgäste. An den Arbeitsalltag auf der Hütte habe sich Jauernig zwar erst gewöhnen müssen. „Aber wir hatten total Glück mit unserem Personal, es ist alles von Anfang an super gelaufen und die Gäste waren zufrieden“, resümiert der Hüttenwart.

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