Glück im Unglück: Kellner Paolo Menna warnte Nicolina Dalia gerade noch rechtzeitig vor dem Gerüst-Sturz. foto: schmidbauer

Einsturz

Eingestürztes Gerüst - offenbar ein Materialfehler

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Ein Materialfehler ist offenbar Ursache für das umgefallene Gerüst in Starnberg. Die Polizei ermittelt nicht weiter.

Starnberg – Bei den Gästen des Starnberger Ristorante La Coccinella an der Oßwaldstraße ist es das Gesprächsthema Nummer eins: der Gerüststurz vom Donnerstag. Da war die vier Meter hohe und 20 Meter lange Vorrichtung von der Frontseite des Wohn- und Geschäftshauses umgefallen – Handwerker waren gerade mit dem Abbau beschäftigt. „Jeder spricht davon“, sagt Fabio Amico (30) eine Woche nach dem Vorfall. „Sie fragen, wie das passieren konnte.“ Menschen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden.

Nicolina Dalia saß im Außenbereich des Restaurants – Kellner Paolo Menna warnte sie aber rechtzeitig vor dem Sturz des Gerüsts. Das krachte auch auf eine Ape. Das etwa 4000 Euro teure Unikat stehe zu Werbezwecken vor dem Restaurant, sagt Amico. „Die Achse ist schief, die Plane gerissen – es hieß aber, man kann sie reparieren.“ Dann soll das Gefährt schon bald wieder für italienisches Flair vor dem Restaurant sorgen. Auch für den Einkauf und das Ausliefern nimmt Amico das Gefährt mit dem Baujahr 2001 gerne her.

„Zwei Stunden später sah es dort wieder normal aus“

Die drei Handwerker, die auf dem Gerüst standen, haben den Vorfall unbeschadet überstanden. Sie waren während des Sturzes auf dem Gerüst gestanden und hatten versucht, sich festzuhalten. Einer von ihnen hatte sich mit seinem Nacken an eine Eisenstange gestoßen und war vorsichtshalber ins gegenüberliegende Klinikum gegangen. Es ging gut aus für die Handwerker – der Vorfall beschäftigt sie aber noch heute. Einer von ihnen, Uli Kliebhan (57), sagt: „Wir können das nicht nachvollziehen. Es war kein Abbaufehler unserer Leute, sondern ein Materialfehler der zu sichernden Schrauben.“ Auf den Fotos sehe es spektakulär aus, sagt Kliebhan. „Aber zwei Stunden später sah es dort wieder normal aus.“ Die Handwerker hätten sich darum gekümmert. Die Versicherung sei bereits kontaktiert worden.

Zunächst hatte die Polizei den Vorfall aufgenommen. Weitere Ermittlungen wird es aber nicht geben, wie unsere Zeitung auf Nachfrage bei der zuständigen Inspektion erfuhr.

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