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Starnberg: "Die Spezialisten haben es leichter"

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Starnberg – Die Debatte um das Ladensterben in der Starnberger Innenstadt hält unvermindert an.

Dabei geht es nicht nur um Parkmöglichkeiten und einen fehlenden Kundenmagneten in der Innenstadt (wir berichteten). Auch das generelle Angebot der Geschäfte im Zentrum der Kreisstadt wurde von den Facebook-Freunden unserer Zeitung kritisiert.

Zu hochpreisig, ein zu kleines Sortiment war eine Kritik, die immer wieder geäußert wurde. Was fehle, seien preiswerte Bekleidungsgeschäfte. „Schuhe und Kleidung im mittleren bis günstigen Preisbereich fehlen tatsächlich. Da können wir als Stadtrat aber nicht viel machen“, sagt der Referent für Handel und Gewerbe im Starnberger Rat, Johannes Bötsch. Die Gewerbetreibenden entscheiden natürlich selbst, was sie wie anbieten wollen. Er stellt allerdings in den vergangenen Jahren einen Trend fest: „Die Ladenbesitzer, die sich spezialisieren, die guten Service und gute Beratung bieten, denen geht es nach wie vor gut.“ Dennoch sieht er – obwohl es in letzter Zeit bereits zahlreiche gute Beispiele gibt – bei der Ladengestaltung und Präsentation der Waren immer noch einen gewissen Nachholbedarf in vielen Geschäften. 

Um die Waren wirklich ansprechend präsentieren zu können, fehle es allerdings oftmals an den nötigen Flächen in der Innenstadt, so Bötsch weiter: „Da muss man gemeinsam nach kreativen Lösungen suchen.“ Er habe andernorts gesehen, dass die Geschäfte ihre Schaufenster in Richtung Gehsteig erweitert hätten. So würde man einige wenige Flächen gewinnen. Auch einheitliche Öffnungszeiten, wie sie im Netz immer wieder gefordert werden, ließen sich nur von den Gewerbetreibenden selbst durchsetzen. Die Kunden klagten, dass insbesondere dann, wenn sie Zeit hätten – also mittags und nach Feierabend – viele Läden geschlossen seien. 

„Wir können da nur mittelbar helfen. Etwa dafurch, dass wir die Kinderbetreuung in Starnberg so koordinieren, dass Angestellte im Handel stressfrei ihrer Arbeit nachgehen können“, sagt Bötsch. Wer spätestens um 17 Uhr sein Kind aus der Kita holen müsse, habe kaum den Nerv, abends Kunden umfassend zu beraten. „An der Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen wir arbeiten“, sagt der Referent für Handel und Gewerbe im Stadtrat.

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