Lebensgefahr: Retter der DLRG wissen, was bei einem Einbruch ins Eis zu tun ist. Am besten ist es, gar nicht erst aufs Eis zu gehen – es trägt derzeit nicht. Foto: DLRG Pöcking-Starnberg
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Lebensgefahr: Retter der DLRG wissen, was bei einem Einbruch ins Eis zu tun ist. Am besten ist es, gar nicht erst aufs Eis zu gehen – es trägt derzeit nicht. Foto: DLRG Pöcking-Starnberg

DLRG warnt

Eis zu dünn: Lebensgefahr droht

Ferien, wenig Unterhaltungsmöglichkeiten und im Freien ist die Corona-Gefahr geringer – eine gefährliche Mischung, falls man sich auf dem Eis auf Seen und Teichen austoben will. Das, warnt die DLRG Pöcking-Starnberg, ist nicht tragfähig, auch wenn es so aussieht.

Landkreis – „Die einfachste Regel: Eisflächen auf Gewässern überhaupt nicht betreten. Die winterliche Natur lässt sich auch auf dem sicheren Ufer genießen“, schreibt DLRG-Chef Walter Kohlenz in einer Warnung. „Und immer gilt: Die Pandemie eindämmen – auch am See keine Ansammlungen von Menschen bilden!“ Bevor man Eisflächen betreten könne, müsse es viele Tage mit starkem Nachtfrost geben; bisher sind es nicht genug gewesen. „Bei Seen sollte die Eisdecke mindestens 15 Zentimeter stark sein, damit das Eis betreten werden kann. Und trotz einer vermeintlich dicken Eisschicht können an verschiedenen Stellen Gefahren lauern: Über fließendem Wasser wächst die Eisschicht langsamer als auf stehendem. Daher besteht besondere Gefahr an Zu- und Abflüssen, an Quellen im See, die Strömungen verursachen, und an bewachsenen Uferstellen.“ Schnee auf dem Eis verhindert, dass es dicker wird; Knistern und Knacken sind Alarmzeichen.

Hundehaltern rät die DLRG dringend, ihre Tiere an Gewässern an die Leine zu nehmen, damit sie nicht aufs Eis laufen können. Falls ein Hund einbricht, sei das ein Alarmzeichen – auch, dass man nicht selbst aufs Eis darf, weil es einen Menschen keinesfalls trägt – es besteht absolute Lebensgefahr. Wie in allen Fällen: Notruf 112 wählen.

Wer dennoch einbricht, wird es wirklich lebensbedrohlich. Kohlenz: „Es verbleibt nicht viel Zeit, um Dich selbst aus dem frostigen Wasser auf die Eisfläche zu retten. Binnen weniger Minuten tritt eine Unterkühlung ein. Das eiskalte Wasser verursacht starke Schmerzen und Deine Kräfte für eine Selbstrettung schwinden sehr schnell. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und Panik zu vermeiden.“ Man müsse auf sich aufmerksam machen, um Hilfe rufen – nur dann können Passanten den Notruf wählen. Tipp: „Breite Deine Arme über die Oberfläche der Eisfläche vor Dir. Versuche, Dich langsam flach auf die Eisfläche zu schieben und kriechend das Ufer zu erreichen. Vermeide dabei unter allen Umständen, unter das Eis zu geraten! Handle schnell und entschlossen, unterlasse aber heftige Bewegungen, da diese zu noch mehr Wärmeverlust führen. Wenn Du in Sicherheit bist, begebe Dich sofort zum nächsten Arzt oder in ein Krankenhaus und lasse Dich untersuchen.“ Wer Eingebrochene entdeckt, soll ebenfalls um Hilfe rufen, den Notruf wählen und dem Eingebrochenen einen Ast, Schal oder ähnliches reichen, damit er sich an Land ziehen kann. Weitere Hinweise hat die DLRG auf www.eisregeln.info zusammengefasst.  

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