Der „Eiszauber“, hier bei seiner Eröffnung im Januar 2020, fällt in diesem Jahr aus.
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Der „Eiszauber“, hier bei seiner Eröffnung im Januar 2020, fällt in diesem Jahr aus.

Nicht mit Infektionsschutz vereinbar

Starnberger „Eiszauber“ auf dem Kirchplatz wegen Pandemie abgesagt

In früheren Jahren war die im Winter ein beliebter Treffpunkt: die Eisbahn auf dem Kirchplatz in Starnberg. Mit dem „Eiszauber“ wird es heuer wegen der Corona-Pandemie jedoch nichts.

Starnberg - Der „Eiszauber“ fällt 2021 aus. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss auf Vorschlag von Bürgermeister Patrick Janik beschlossen – erwartungsgemäß, denn wegen des verlängerten Lockdowns erschien es undenkbar, auf dem Kirchplatz eine Eisbahn als Treffpunkt aufzubauen.

Noch vor sechs Wochen hatte es der Kulturausschuss abgelehnt, den „Eiszauber“ abzusagen. Stattdessen sollte er eingeschränkt stattfinden, mit Online-Anmeldung und ohne Tribüne. Die Lage hat sich seither verschärft, weswegen allgemein mit einer Absage gerechnet worden war. Allein schon wegen des Termins: Der „Eiszauber“ sollte am 15. Januar beginnen, der Lockdown nach aktuellem Stand bis mindestens 10. Januar dauern. Eine Verlängerung erscheint wahrscheinlich. „Für mich ist es praktisch ausgeschlossen, den ,Eiszauber‘ durchzuführen“, erklärte Janik. „Jede Minute Arbeitszeit, die wir reinstecken, ist vergeudet.“ Amtsleiterin Sarah Buckel hatte in der Beschlussvorlage darauf verwiesen, dass nach den gültigen Infektionsschutzvorgaben „der Betrieb von Freizeitparks und vergleichbaren ortsfesten Freizeiteinrichtungen untersagt ist. Freizeitaktivitäten dürfen gewerblich weder unter freiem Himmel noch in geschlossenen Räumen angeboten werden“.

Die Ausschussmitglieder sahen das sofort ein, auch wenn einige für den „Eiszauber“ gekämpft hatten. „Das können wir nicht machen“, sagte Winfried Wobbe (UWG), und Tim Weidner (SPD) verwies auf die nötige Reduzierung sozialer Kontakte. Michael Mignoli (BLS), der schon vor Wochen eine Absage beantragt hatte, betonte, man sei nicht gegen den „Eiszauber“, sondern gegen die Abhaltung in der Pandemie.

Die Eisbahn wird seit 2013 jedes Jahr auf dem Kirchplatz aufgebaut und erfreut sich großer Beliebtheit. In diesem Jahr zählte die Stadt rund 6000 Besucher an 24 Tagen, wobei die Bahn wegen Sturms zwischendrin geschlossen werden musste. Im Vorjahr hatte der „Eiszauber“ mit etwa 8000 Besuchern ein Rekordjahr. Die Stadt hatte dennoch jährlich Geld zuschießen müssen. Der Hauptausschuss entschied nun, keine Mittel bereitzustellen – das ist eine andere Formulierung für eine Absage. Wie die Verwaltung betonte, sind bisher keine Kosten entstanden.

Das Aus für den „Eiszauber“ ist es das nicht: Im Herbst nächsten Jahres wird die Frage, ob man 2022 einen „Eiszauber“ organisieren will, den Gremien automatisch vorgelegt.

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