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Filmschaffende und Förderer (v.l.): Klaus Rieskamp, Norbert Göttler, Karl Roth, Gordian Maugg, Iris Ziebart, Matthias Helwig, Molly von Fürstenberg, Bertram Verhaag, Marie Noelle, Stephane Goel, Arne Höhne und Stephan Maier. 

Fünf-Seen-Filmfestival Starnberg

Eröffnungssause mit Kulturpreis

Starnberg - Matthias Helwig hat im Rahmen der Eröffnungsfeier zum Filmfestival den Kulturpreis des Landkreises Starnberg erhalten - überraschend. 

Für den Knaller sorgte bei der Eröffnung des zehnten Fünf-Seen-Filmfestivals am Mittwochabend Landrat Karl Roth: Er überbrachte Matthias Helwig auf der Bühne der Schlossberghalle die frohe Kunde, dass er neuer Kulturpreisträger des Landkreises Starnberg sei. Helwig war noch nach der Show völlig perplex. „Davon habe ich wirklich nichts gewusst“, sagte er und strahlte.

Eine ausverkaufte Schlossberghalle und ein toller Eröffnungsfilm (Kasten) zum Jubiläum, dazu eine, wenn auch etwas wackelige Live-Schaltung zur Eröffnungsfilm-Regisseurin: Besser konnte es am Mittwochabend für das Festivalteam rund um Matthias Helwig nicht laufen. Trotzdem bleibt die Veranstaltung herrlich unaufgeregt. Marieke Öffinger führte auf der mit bunten Wiesenblumen geschmückten Bühne charmant durch den Abend, die Trailer vermittelten einen Eindruck von der Vielfalt des Festivals, und Helwig musste sich auf der Bühne immer wieder selbst zur verbalen Mäßigung rufen, weil die Begeisterung für die Filme und seine Gäste sonst beinahe mit ihm durchgegangen wäre. Gerade das Kino könne der Hyperkommunikation unserer Zeit etwas entgegensetzen. „Der Zuschauer muss sich auf etwas einlassen, erhält profundes Wissen.“ Kino mache etwas möglich. „Und die Möglichkeit hat immer einen direkten Weg zur Hoffnung.“

Während Helwigs Ansprache saßen an die 1000 Menschen in den Kinosesseln des Landkreises. „Man denkt immer, mehr geht nicht, aber es geht noch mehr“, staunte auch Pressesprecher Konstantin Fritz, der gestern einen großen Run auf die Festival-Tickets insgesamt verkündete.

Zum Schluss kam dann Roths Auftritt. Erst am Montag sei die Entscheidung für den Kulturpreis gefallen, sagte er und freute sich, dass die Nachricht vorab wirklich noch nicht durchgesickert war. „Helwig hat Prägendes für die Kultur im Landkreis geleistet und ein unverwechselbares Kulturereignis geschaffen“, so die Begründung. Weiter heißt es: „Matthias Helwig ist es gelungen, ausgehend vom Medium Film Brücken zu anderen Kunstformen wie Musik, Literatur und Theater zu schlagen. Durch sein jahrzehntelanges, unermüdliches und tägliches Wirken hat er sich um die Pflege der Kulturlandschaft im besten Sinne des Wortes und im Sinne des Kulturpreises 2016 verdient gemacht.“ Bisherige Preisträger sind Gregor M. Schmid und Ileana Cosmovice (2002), Ludwig Ott, Katharina Kreye und die Video Aktiv Gruppe des Christoph Probst Gymnasium Gilching.

Verliehen wird der Preis im Oktober. Da gibt es dann auch eine kleine Finanzspritze für Matthias Helwig und seine große Liebe, den Film: Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

hvp

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